Zum OWL-Derby gegen Versmold freier Eintritt!

Der an der University Norfolk im US-Bundesstaat Virginia studierende 25-jährige Benedikt Henning ist eine Spielerpersönlichkeit mit Entwicklungspotential. © HTC (Ralf Meier)

Die Auseinandersetzung am 6. Spieltag in der 2. Tennis-Bundesliga verspricht einmal mehr Spannung. Zu was das Team Hämmerling TuS Sennelager auf der Anlage beim Hövelhofer Tennis-Club Blau-Weiß zu leisten vermag, belegt der 7:2-Erfolg gegen den LTTC Rot-Weiß Berlin am vergangenen Freitag. An diesem Freitag (29. Juli) kommt es zum ostwestfälischen Derby gegen den TP HerzensSACHE Versmold. Der wiederum zählt zu den Aufstiegsaspiranten der Liga und da die Unterstützung durch die Zuschauer in Hövelhof ein wichtiger Faktor ist, wird kein Eintrittsgeld erhoben. Begeisterung und große Kulisse ist in diesem Fall wichtiger als die Euros.

Diese beiden ostwestfälischen Clubs treffen zum zweiten Mal im Ligabetrieb aufeinander. Fast auf den Tag genau vor vier Jahren standen sie sich am 27. Juli 2018 in Versmold gegenüber und mit einem 6:3-Erfolg kam der TuS Sennelager letztlich seinem Aufstieg in die 1. Bundesliga näher. Für die damaligen Gastgeber endete die Meisterschaftsrunde mit dem Abstieg in die Regionalliga. Der Tennispark stieg ein Jahr später wieder in die 2. Liga auf, das Team Hämmerling gehörte in den folgenden zwei Jahren dem Oberhaus im Tennis-Mannschaftssport an und nun dieses erneutes Duell. Diesmal allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Die Mannschaft um Mäzen Hans-Ewald Reinert, Inhaber der gleichnamigen Privatfleischerei, hat sich als Saisonziel den Erstliga-Aufstieg gegeben und Namenssponsor Ralf Hämmerling will den Abstieg vermeiden. Eine Platzierung im Tabellen-Mittelfeld ist die Vorgabe. Insofern ist diese Paarung sehr reizvoll und es ist davon auszugehen, dass sie mit einer spielstarken Formation angereist kommen.

Mit dabei sein werden auch ihre fünf deutschen Tennisprofis. Dies sind der aus Bückeburg stammende deutsche Davis-Cup-Spieler Daniel Masur, der Bielefelder Louis Weßels, Luca Gelhardt aus Koblenz, der in Hamm beheimatete mehrfache Westfalenmeister Marvin Netuschil und mit Karlo Cubelic als Nummer 16 im Aufgebot ist sogar ein Paderborner dabei. Zudem gibt es ein Wiedersehn mit den Ex-Sennelager-Spielern Frederico Ferreira Silva und dem Österreicher David Pichler, die beide 2018 der Aufstiegsformation angehörten. Der heute 27-jährige Portugiese stand sogar noch bis zum Abstiegsjahr 2021 auf dem TuS-Meldebogen, wurde allerdings nicht eingesetzt. Sie sind unisono betrachtet die spielerische Breite.

Angeführt wird Versmold von dem 32-jährige Argentinier Facuno Bagnis (ATP 120), es folgt dahinter der Bulgare Dimitar Kuzmanov (ATP 189) vor Masur und dem Niederländer Jelle Sels (ATP 241). Die Probleme! Der routinierte Südamerikaner steht im Achtelfinale des ATP Tour-Events in Umag (Kroatien), Masur trifft beim AT-Challenger in der Runde der letzten 16 im spanischen Segovia auf den Haller-Sieger 2021 Ugo Humbert und der bulgarische Davis-Cup-Spieler hat im schweizerischen Zug bereits das Viertelfinale erreicht. Diese Runde wird am Freitag ausgespielt und Kuzmanov trifft dabei auf den italienischen Qualifikanten Lorenzo Giustino, der im Achtelfinale den für den in der 1. Tennis-Bundesliga TC Großhesselohe spielenden Ex-Haller Jan-Lennard Struff mit 6:4, 7:6(5) hat ausschalten können.

Ob nun Bagnis & Co. dabei sein werden oder nicht, ist das für das Team Hämmerling TuS Sennelager alle Male eine große Herausforderung. „Die Leistung gegen Berlin wünsche ich mir auch am Freitag“, sagt Coach Ewald Spaaij, „wobei uns dabei die Zuschauer enorm geholfen haben.“ Darauf setzt auch Ralf Hämmerling: „Wir haben am Freitag freien Eintritt. Damit wollen wir uns beim Publikum bedanken, die mit großer Begeisterung die Mannschaft immer gepusht hat. Wir hoffen darauf, dass das auch gegen Versmold so sein wird.“ In der Tat ist festzuhalten, dass die die Zuschauer bei den Heimspielen immer für Stimmung gesorgt haben und der emotionale Funke ist immer auf die Mannschaft übergesprungen. Demzufolge freuen sich folgende Hämmerling-Schützlinge darauf: Nick Hardt (ATP 298/Luxemburg), Yshai Oliel (ATP 383/Israel), Corentin Denolly (ATP 548/Frankreich), Julien Cagnina (ATP 1067/Belgien), Lucas Bouquet (ATP 820/Frankreich), Benedikt Henning und David Pel (ATP-Doppel 117/Niederlande).

Zu guter Letzt noch eine kleine Randnotiz: Beide Mannschaften werden von einem niederländischen Trainer gecoacht: beim Team Hämmerling TuS Sennelager ist das Ewald Spaaij, bei den Vermoldern hat Remco Schreurs diese Funktion inne!