Der 26-jährige Daniel Cukierman ist auf Grund seiner Leistungen und seiner freundlichen Persönlichkeit zweifelsohne im Team Hämmerling TuS Sennelager der Spieler der Saison. © Ralf Meier

Paderborn. Beim Team Hämmerling TuS Sennelager stehen in den kommenden 15 Tagen vier Begegnungen in der 1. Tennis-Point-Bundesliga an, die über das sportliche Wohl und Wehe entscheiden. Seit der 2:4-Niederlage am letzten Sonntag gegen die Oberbayern des TSV 1860 Rosenheimer Unterstützungskasse zieren die Ostwestfalen das Tabellenende. „Den eingesetzten Spielern kann man keinen Vorwurf machen“, sagt Teamchef Marc Renner, „denn sie haben sich sportlich bestens verkauft. Doch dafür gibt es nun einmal keine Punkte.“ Die Wahrheit ist, dass das Hämmerling-Team in dieser Saison personell arg gebeutelt ist. Zahlreiche verletzte Akteure sowie ein erfolgreiches Dabeisein einiger Tennisprofis auf Turnierebene haben folge dessen dazu geführt, dass Marc Renner mehr oder weniger auf seine Spitzenspieler verzichten musste. Und dies rächte sich bitterlich, wie am aktuellen Tabellenstand abzulesen ist.

Demzufolge kann bei den Ostwestfalen die Parole nur heißen „Verlieren verboten“, denn in den folgenden zwei Wochen mit drei Auswärtsbegegnungen und nur noch einem Heimspiel (13. August) stehen Begegnungen gegen ebenfalls gefährdete Mannschaften an. Sozusagen sind dies die Wochen der Wahrheiten, wenn es um die sportliche Existenz geht. Verloren ist mit einem Punktekonto von 2:8 noch nichts, denn die drei davor platzieren Teams haben mit jeweils 3:7 nur ein Pünktchen mehr aus ihrer Habenseite und zu denen muss das Liga-Schlusslicht reisen. Als da wären Rochusclub Düsseldorf (9. Rang/15. August), HTC Blau-Weiss Krefeld (8. Rang) und am 08. August bei Kurhaus Lambertz Aachen, dem gegenwärtigen Tabellen-Siebten. Dazwischen am 13. August die letzte Heimbegegnung auf der Anlage beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss gegen den zehnfachen Deutschen Meister Tennis Ewige Liebe BW Neuss.

Die erste Herausforderung steht nun am Sonntag (01. August/11.00 Uhr) in der Modestadt Krefeld an, wobei sich die auf Grund eigener Schussligkeit in diese Bredouille gebracht haben. Ihre Heimbegegnung am 18. Juli gegen Neuss steht mit einer 0:6 Niederlage zu Buche, die allerdings am grünen Tisch zustande gekommen ist. Sie hatten fälschlicherweise zwei Nicht-EU-Ausländer aufgeboten, was gemäß Bundesliga-Statut verboten ist. Während beim Peruaner Juan Pablo Varillas (ATP 125) kein Zweifel besteht, dass sein Land nicht zur EU gehört, hatte man Viktor Durasovic als Norweger der Europäischen Union zugeordnet. „Mindestens 95 Prozent aller Menschen, davon bin ich überzeugt, glauben das Norwegen der EU angehört. Nur leider ist das nicht so und wir haben das bitter bereut“, sagt Jörg Zellen, seines Zeichens Krefelder Pressesprecher.

Die Zielsetzung für das Team Hämmerling TuS Sennelager ist deutlich formuliert, doch ob das am Sonntag zum doppelten Punktgewinn reicht, ist mit einem Fragezeichen zu versehen. Die voraussichtliche Nummer eins wird Manuel Guinard (ATP 265) sein und dahinter folgen seine Landsleute Antoine Cornut-Chauvinc (ATP 506) und Daniel Cukierman (ATP 697). Letzterer ist zweifelsohne der Spieler der Saison bei den Ostwestfalen und sein sportliches Potential stellte der gebürtige Israeli erst am vergangenen Sonntag unter Beweis. In drei begeisternden Sätzen besiegte er Matteo Viola (ATP 262) und bewerkstelligte so den einzigen Einzelsieg. Ein Standing Ovation der rund 600 Zuschauer war das Dankeschön für dieses Match. Komplettiert wird die Mannschaft Jan Zielinski (ATP-Doppel 132) und dem niederländischen Doppelspezialisten David Pel (ATP-Doppel 78).

Nächster Spieltag: 6. Spieltag • Sonntag • 01. August 2021 • 11.00 Uhr
HTC Blau-Weiss Krefeld – Team Hämmerling TuS Sennelager
Grün-Weiss Mannheim – Badwerk Gladbacher HTC
Tennis Ewige Liebe BW Neuss – Allpresan Rochusclub Düsseldorf
TSV 1860 Rosenheimer Unterstützungskasse – TC Großhesselohe
Kölner THC Stadion Rot-Weiss – Kurhaus Lambertz Aachen