Team Hämmerling im Soll

Hämmerlings Chefcoach Ewald Spaaij (rechts) rangiert mit einem ausgeglichenen Punktekonto auf dem fünften Tabellenplatz. © HTC (Ralf Meier)

Nach seinem ersten Doppelspieltag-Wochenende und vier von acht Saisonauftritten in der Nordgruppe der 2. Tennis-Bundesliga Herren ist das Team Hämmerling TuS Sennelager im Soll. Mit 4:4-Punkten belegt der Erstliga-Absteiger Tabellenplatz fünf der Neunergruppe.

Das 7:2 über den LTTC Berlin am vergangenen Freitag war ein Auftritt wie aus einem Guss. Bis auf die nach den Regenmassen des Vortags noch recht weichen Plätze stimmte alles: das Ergebnis, der Einsatz, die Unterstützung innerhalb der Mannschaft, durch das Publikum und auch ein wenig durch Fortuna. „Das war unfassbar“, kommentierte Teammanager Ewald Spaaij nach der Partie begeistert, „ich wusste, dass die Jungs das können, sie haben gegen Berlin mit etwas Glück das geschafft, was sie beim 4:5 in Bremen schon hätten schaffen sollen.“

Das Team habe „mehr daran geglaubt“ als in Bremen und während der engen Matches sehr vom Zuspruch von den Rängen profitiert. „Sehr stolz“ sei er auf Benedikt Henning, der anders als bei seinem Match in Bremen dieses Mal eine komfortable Führung in einen Sieg ummünzen konnte. „Die Jungs gehen bei einer 3:0-Führung in den nächsten Matches anders auf den Platz und das Team steht mehr dahinter“, so Spaaij weiter. Zum gegen Berlin ohne Spiel gewonnen Doppel sagte er: „Ein Spieler des LTTC hat sich zu spät von einem internationalen Turnier abgemeldet und war für die Doppel nicht mehr spielberechtigt, woraufhin Berlin das Doppel mangels Ersatz abgeben musste.“

Den Rückenwind erfolgreicher Auftakt-Einzel hatte Sennelager in Köln vor der bisherigen ligaweiten Saisonrekordkulisse von 900 Zuschauern nicht. Die 2:7-Niederlage am Sonntag beim ambitionierten Erstliga-Mitabsteiger und neuen Tabellenführer geht laut Spaaij zwar „in Ordnung“, ist für den TuS-Teammanager jedoch „um einen Matchpunkt zu hoch ausgefallen“. Insgesamt sei Köln aber zu stark gewesen und man habe wieder gesehen, wie wichtig die Unterstützung von den Rängen sei.

Die volle Konzentration gelte nun dem anstehenden Doppel-Heimspieltag-Wochenende in Hövelhof: zunächst dem aus lokaler Sicht wo möglichen Duell der Saison, dem Ostwestfalen-Derby am kommenden Freitag, 29. Juli, 13 Uhr, gegen den gestürzten Spitzenreiter TP Herzenssache Versmold (8:2 Punkte), und am Sonntag, 31. Juli, 11 Uhr, der Partie gegen den Tabellennachbarn THC Brühl (4:4 Punkte). Verfasser: AK.