Ein erfolgreiches Debüt feierte der 23-jährige Alex Molcan im Team Hämmerling TuS Sennelager und brachte so die Ostwestfalen auf den Erfolgsweg am dritten Spieltag. © Ralf Meier

Paderborn. Das was sich am Sonntag auf der Anlage des Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss (HTC) eingefunden hat, waren schon klangvolle Namen und sind nicht alltägliche Gäste. Zum Beispiel Florian Mayer, ehemals Nummer 18 im ATP-Ranking, oder der Österreicher Jürgen Melzer, ehemals Nummer 8 im ATP-Ranking, oder der aktuelle deutsche Olympiafahrer Jan-Lennard Struff mit seinem besten Ranking Nummer 29, sorgten für großes Interesse. „Hier habe ich mal als Jugendlicher an einem Turnier teilgenommen“, so der aus dem sauerländischen Warstein stammende 31-jährige Struff, beim Betreten des HTC-Clubgeländes, „aber das ist schon sehr lange her.“

Es herrschte den ganzen Tag über eine entspannte sportliche Atmosphäre, denn die Begegnung zwischen dem Team Hämmerling TuS Hämmerling und dem TC Großhesselohe war an diesem 4. Spieltag in der 1. Tennis-Point Bundesliga von den Spielansetzungen zu unterschiedlich. „Da lagen hunderte von Weltranglistenplätzen zwischen unseren Spielern und ihren Gegnern“, so Hämmerlings Coach Marius Kur, „doch was unsere gezeigt haben, stellt mich sehr zufrieden. Trotz der 1:5 Niederlage.“ Hochzufrieden waren die rund 700 Besucher rund um den Centre Court, als der 21-jährige Antoine Cornut-Chauvinc (ATP 498) und Jan-Lennard Struff (ATP 47) ihre Partie aufnahmen. Es war lediglich in Nuancen ein spielerischer Unterschied zu erkennen, denn beide sorgten bei hochsommerlichen Temperaturen für sehenswertes Tennis.

„Er ist noch sehr jung“, so nach dem Match Jan-Lennard Struff, „und er wird seinen Weg machen“, so das große Lob für den 21-jährigen Franzosen, Der gewann zwar den ersten Satz, doch am Ende gab es lediglich ein respektables Resultat von 6:3, 4:6, 6:10 aus seiner Sicht. Recht nervös startete Jan Zielinski (ATP 857), im ATP-Doppel-Ranking immerhin Position 149, an Nummer drei seine Auseinandersetzung gegen Matthias Bachinger (ATP 261). Nach verlorenen ersten Durchgang wurde die Spielführung des 24-jährigen Polen allerdings besser. Doch der zehn Jahre ältere Münchner, bestens ATP-Ranking war Position 85, behielt seine spielerische Linie bei und sein 6:4, 6:4 brachte den Gästen vom Isarhochufer eine 2:0 Führung ein.

Eine Resultats-Verkürzung aus Sicht der Gastgeber kam letztlich im Duell zwischen Daniel de Jonge (ATP (ATP 1156) und Florian Mayer zustande. Der 37-jährige Ex-Profi führte gegen den 16 Jahre jüngeren Deutsch-Niederländer bereits mit 5:2, als er vorzeitig das Match beenden musste. „Beim Service habe ich Schmerzen in der Schulter. Es ergibt keinen Sinn, dass ich mich dadurch quäle“, so der Gerry-Weber-Open-Sieger des Jahres 2016.

Zu Ende wurde dagegen das Duell der an Nummer zwei platzierten Tennisprofis gespielt und hier standen sich Daniel Cukierman (ATP 693) und der Argentinier Francisco Cerundolo (ATP 116) gegenüber. Sandplatztennis vom Feinsten boten sie und auch hier eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe. Von der Grundlinie aus bestimmten sie die Ballwechsel in der Länge und Breite des Centre Courts und so sehr auch die Zuschauer dem Israeli mit französischem Pass den Sieg gegönnt hätten, auch er musste letztlich seinem Kontrahenten zum 6:4, 6:4 Sieg gratulieren.

Für den angeschlagenen Florian Mayer rückte Jürgen Melzer ins Doppel und mit Jan-Lennard, der am Montagabend mit seinen Davis-Cup-Kollegen Alexander Zverev, Philipp Kohlschreiber, Dominik Koepfer, Tim Pütz und Kevin Krawietz gen Tokio fliegt, gab es ein glattes 6:2, 6:2 gegen Antoine Cornut-Chauvinc/Jan Zielinski. Daniel Cukiermann/Daniel de Jonge gewann den ersten Satz, doch dann drehten Matthias Bachinger/Francisco Cerundolo die Partie und ihr 1:6, 6:1, 10:3 Erfolg sorgte für das deutliche Schlussresultat.

„Zumindest haben wir den Zuschauern bestens Tennis geboten“, so Teamchef Ralf Hämmerling und der frühere Trainer des Fußball-Bundesligisten SC Paderborn, Pavel Dotchev (heute MSV Duisburg) pflichtete ihm bei: „Heute konnte man auch sehen, dass man auch als vermeintlicher Außenseiter dem Favoriten Paroli bieten kann. Wie im Fußball. Die Namen stehen nicht automatisch für Siege, entscheidend ist die Leistung auf dem Platz. Und die stimmte beim Team Hämmerling, trotz der Niederlage.“

Tabelle

  SpieltageSätzeMatchesPunkte
1.Badwerk Gladbacher HTC436:2117:77:1
2.TC Großhesselohe435:2016:86:2
3.Grün-Weiss Mannheim (DM) 435:2316:86:2
4.TSV 1860 Rosenheimer Unterstützungskasse (A)435:2315:95:3
5.Tennis Ewige Liebe BW Neuss (A)429:2413:114:4
6.Kölner THC Stadion Rot-Weiss425:3410:144:4
7.Allpresan Rochusclub Düsseldorf426:339:153:5
8.Kurhaus Lambertz Aachen423:329:152:6
9.Team Hämmerling TuS Sennelager423:349:152:6
10.BW Timberland Finance Krefeld414:376:181:7

Nächster Spieltag: 5. Spieltag • Sonntag • 25. Juli 2021 • 11.00 Uhr
Team Hämmerling TuS Sennelager – TSV 1860 Rosenheimer Unterstützungskasse
Allpresan Rochusclub Düsseldorf – BW Timberland Finance Krefeld
Grün-Weiss Mannheim – Kölner THC Stadion Rot-Weiss
Tennis Ewige Liebe BW Neuss – Kurhaus Lambertz Aachen
Badwerk Gladbacher HTC – TC Großhesselohe