Der erst 21-jährige Franzose Antoine Cornut-Chauvinc gehört zu den talentierten Jungprofis, um die ein perspektivisches Bundesliga-Team entwickelt werden soll. © Ralf Meier

Der erst 21-jährige Franzose Antoine Cornut-Chauvinc gehört zu den talentierten Jungprofis, um die ein perspektivisches Bundesliga-Team entwickelt werden soll. © Ralf Meier

Die für das Jahr 2022 bevorstehende Tennis-Bundesliga-Saison wird das Team Hämmerling TuS Sennelager in der 2. Bundesliga bestreiten und die seit zehn Jahren andauernde Sennelager-Erfolgsgeschichte wird weiter fortgeschrieben. Das erfolgreiche Jahrzehnt haben Mäzen Ralf Hämmerling, Sportwart Marc Renner und der TuS-Vorsitzende Matthias Wittig entwickelt. Sie konnten dabei Nachwuchsspieler fördern, die sich bis unter die Top 100 der Tenniswelt haben spielen können. Beispielhaft stehen dafür Arthur Rinderknech (ATP-Ranking 58), Antoine Hoang ATP-Ranking 98) oder Norbert Gombos (ATP Ranking 80). „Wir werden auch weiterhin talentierten jungen Nachwuchsspielern die Möglichkeiten geben, sich bei uns weiterzuentwickeln“, so die Botschaft von Seiten des TuS-Trio, „aber wir werden uns professioneller aufstellen.“ Tatsache ist nämlich, dass eine Bundesliga-Saison auch für das Organisationsteam herausfordernd ist. Sowohl was die Planungen, die Spielereinsätze, die Reiseherausforderungen, als auch die Gestaltung der Spieltage an den Wochenenden betrifft.

„Um solche Herausforderungen besser händeln zu können, haben wir personell einiges verändert. Auch ich werde mich aus der ersten Reihe zurückziehen, bleibe aber weiterhin als Namensgeber und Sponsor dem TuS Sennelager verbunden“, sagt Ralf Hämmerling. Folge dessen wird der sportliche Schwerpunkt künftig bei der von der 29-jährigen staatlich geprüften Tennislehrerin Carolin Daniels geführten Paderborner Tennis Base liegen, deren Aufgabe es nun sein wird, Talente zu sichten und an das Bundesliga-Team heranzuführen. Im Wesentlichen wird sie dabei von dem erfahrenen Niederländer Tennistrainer Ewald Spaaiy unterstützt, der ehemals für den weißrussischen Tennisverband gearbeitet hat, aktuell aber an der Tennis Base beschäftigt ist. Er fungiert künftig als Teammanager. Sie sollen gemeinsam sowohl junge nationale als auch internationale Spieler sichten und sie soweit entwickeln, dass sie zu einem Teil des Teams Hämmerling werden können. Unabhängig von den sportlichen Liga-Ergebnissen, ist dieses entwickelte Förderkonzept auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegt.

Geplant ist jedenfalls, dass die Base-Spieler während der Bundesliga-Saison über einen Zeitraum von einigen Wochen vor Ort sein sollen „um den erforderlichen Teamspirit“ zu fördern. So wie ihn beispielsweise in dieser Saison der 21-jährige Franzose Antoine Cornut-Chauvinc sowie der fünf Jahre ältere Israeli Daniel Cukierman an den Tag gelegt haben, die stellvertretend für das neu zu formende Aufgebot 2022 stehen. Während der bisherige Coach Marius Kur nicht mehr zum Team gehört, steht der bisherige 37-jährigen Coach Marc Renner künftig nur noch beratend zu Seite: „Zehn Jahre sind genug.“