Für Borna Coric (rechts), Erstrundengegner für den Team Hämmerling-Profi Norbert Gombos, war der finale Sieg über Roger Federer 2018 in HalleWestfalen der größte Triumph seiner bisherigen Karriere. © Gerry Weber Open

Für Borna Coric (rechts), Erstrundengegner für den Team Hämmerling-Profi Norbert Gombos, war der finale Sieg über Roger Federer 2018 in HalleWestfalen der größte Triumph seiner bisherigen Karriere. © Gerry Weber Open

Paderborn. Mittlerweile sind die Qualifikanten für das 128er Hauptfeld der French Open ermittelt und demzufolge ist konnte die Auslosung für das mit 38 Millionen Euro Preisgeld dotierte Grand Slam-Event vorgenommen werden. Der Gewinner von Roland Garos in Paris erhält immerhin 1,6 Millionen Euro Preisgeld, die Verlierer der ersten Runden bekommt noch ein finanzielles >Trostpflaster< von 60.000 Euro ausbezahlt. Am heutigen Samstag ist sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren Ruhetag, das Herren-Tableau wird vom Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic vor Titelverteidiger Rafael Nadal (ATP 2) angeführt, so dass am morgigen Sonntag (27. September, das Turnier dauert bis zum 11. Oktober an) die Auftaktmatches der ersten Runde anstehen.

In diesem exklusiven Kreis der weltweiten Tenniselite befinden sich mit Hubert Hurkacz (ATP 31), Norbert Gombos (ATP 106), Arthur Rinderknech (ATP 164) und Maxime Janvier (ATP 203) vier Bundesligaprofis des Team Hämmerling TuS Sennelager, die allerdings bis auf Hurkacz zu den Außenseitern zählen. Der 23-Jährige Pole, an Nummer 29 gesetzt, trifft auf den sechs Jahre älteren US-Amerikaner Tennys Sandgren (ATP 48). Eine Hammer-Auslosung hat dagegen der 30-jährige Norbert Gombos erwischt, der auf den an Setzlistenposition 24 eingestuften Borna Coris (ATP 26) trifft. Der sieben Jahre jüngere Slowake war bereits die Nummer 18 der ATP-Weltrangliste und sein größter Tourerfolg war 2018 der Triumph bei den Gerry Weber Open in HalleWestfalen mit einem finalen Dreisatzsieg über Roger Federer.

Mit jeweils einer Wild Card von Seiten des Französischen Tennisverbandes wurden die Leistungen der beiden Franzosen Arthur Rinderknech und Maxime Janvier honoriert, die somit im Hauptfeld-Konzert der Stars mitspielen können. Gegen den in London lebenden 31-jährigen Slowenen Aljaz Bedene (ATP 55) bestreitet Rinderknech sein Erstrundenduell und Maxime Javier trifft auf seinen ebenfalls mit einer Wild Card ins Hauptfeld gekommenen Landsmann Hugo Gaston (ATP 239). Dieser junge 19-jährige Franzose ist Hoffnungsträger seines Landes. Vor drei Jahren gewann er den Orange Bowl – die inoffizielle Weltmeisterschaft der Junioren – und war zugleich die Nummer drei der ITF-Junioren-Weltrangliste.

Nicht erfolgreich war dagegen das Dabeisein der sechs Hämmerling-Profis in der Qualifikation, denn lediglich Frederico Ferreira Silva (ATP 195) konnte sich bis ins kleine Quali-Finale fürs Hauptfeld durchspielen. Auf dem Weg dahin besiegte er u.a. den serbischen Davis Cup-Gewinner Viktor Troicki, einst die Nummer 12 der Tenniswelt, mit 6:0, 6:2. Im letzten Match musste sich der Portugiese mit 6:7(6), 4:6 dem 19-jährigen Tschechen Tomas (ATP 252) geschlagen geben. Während der 27-jährige Italiener Gian Marco Moroni wenigsten noch sein Erstrundenspiel (6:4, 7:6 gegen Blaz Rola) gewinnen konnte, danach gegen den US-Amerikaner Ulises Blanch (ATP 250) mit 6:7(8), 6:4, 3:6 verlor, waren für Jozef Kovalik (ATP 124), Sumit Nagal (ATP 127), Alexey Vatutin (ATP 234) und Manuel Guinard (ATP 289) die French Open bereits nach der ersten Runde beendet.