Nach dem Duell ist Partytime

Zum Ligaauftakt stellte sich auf der Anlage beim Hövelhofer Tennis-Club Blau-Weiß der SCC aus Berlin-Charlottenburg vor und zum nächsten Heimspiel am morgigen Freitag (22. Juli/Beginn 13.00 Uhr) ist erneut eine Mannschaft aus der Bundeshauptstadt zu Gast: Der LTTC Rot-Weiß Berlin aus dem Grunewald. Wie auch immer dieses Bundesliga-Duell ausgehen wird, denn die nächste Ligabegegnung des Team Hämmerling TuS Sennelager findet bekanntlich erst am Sonntag (24. Juli) beim Kölner THC Stadion RW statt, kann man sich anschließend ausgiebig der Fete hingeben. Nach der Begegnung ist nämlich auf der Clubanlage die legendäre >Blau-Weisse-Nacht< angesagt und bekanntlich lässt sich mit einem Sieg wesentlich besser feiern. Insofern gilt die Aufforderung an die Hämmerling-Tennisprofis, die Berliner nicht als Partycrasher fungieren zu lassen und selber für beste Stimmung zu sorgen. Musikalisch wird DJ AS alles tun, damit am Samstagmorgen auch diese HTC-Nacht 2022 als eine gelungene Party bezeichnet werden kann. Doch zuvor steht die große Herausforderung an. „Wir kommen mit einer Zweisiege-Serie und freuen uns auf das Match“, so Timo Toplick, der beim LTTC Rot-Weiß Berlin als Mannschaftsführer fungiert und verbal nachschiebt: „Mit sehr viel Selbstvertrauen.“ Insofern steht dem Team Hämmerling TuS Sennelager am 4. Spieltag eine knifflige Aufgabe bevor, denn der Berliner Traditionsverein - gegründet 1897 als Lawn-Tennis-Turnier-Club - reist als Tabellendritter an. Wie spielstark sie sind, zeigte der vergangene Sonntag auf. Während die Ostwestfalen beim Bremer TC von 1912 mit 4:5 unterlagen, erspielte sich der elffache Deutsche Mannschaftsmeister einen 6:3-Erfolg. Nun sind Quervergleiche immer schwer miteinander zu vergleichen. Allerdings ist festzuhalten, dass die Hansestädter gegenüber der Begegnung gegen das Team Hämmerling personell noch einmal aufgestockt hatten, gleichwohl gab es für sie bei deren 120-Jahrfeier eine Niederlage. Dies zeigt die spielerische Qualität der Gäste aus dem Grunewald auf. Sie geben zwar als Saisonziel nur den Klassenerhalt an, doch Teamchef Timo Toplick gibt angesichts seines Kaders zu: „Wir wollen schon nach oben spielen, den wir haben Talente und ein professionelles Team.“ Der LTTC-Kader sieht wie folgt aus: Oriol Roca-Batalla (Spanien/ATP 235), Maxime Janvier (Frankreich/ATP 289), Eduard Esteve Lobato (Spanien/ATP 291), Timo Stodder (ATP 404), Baptiste Crepatte (Frankreich/ATP 1041), Agustin Velotti (Argentinien/Bestes ATP-Ranking 166), Nino Ehrenschneider (ATP 1450) und Romain Jouan (Frankreich/ATP 209). Auf Seiten der ostwestfälischen Gastgebers erinnert man sich gerne an das Erstliga-Aufstiegsjahr 2018, denn vor drei Jahren konnten sie am 29. Juli die Heimreise mit einem 5:4-Erfolg antreten. Mit diesem Resultat wäre Hämmerlings-Teamchef Ewald Spaaij sehr zufrieden, doch dazu bedarf es einer spielstarken Formation. „Meine wichtigste Aufgabe ist derzeit, mit allen in Frage kommenden Spielern zu telefonieren“, sagt Spaaij, „und alle sind sich auch bewusst, dass sie eine Verantwortung gegenüber dem Club haben.“ Dabei spielt nicht nur die Turnierteilnahme eine wichtige Rolle, sondern auch die Anreise nach Hövelhof. Von Luxemburg ist es einfacher mit dem Auto anzureisen, als mit dem Flieger aus Italien oder Spanien. Gleichwohl gibt sich Ewald Spaaij optimistisch und bietet folgenden Kader auf: Raul Brancaccio (Italien/ATP 286), Yshai Oliel (Israel/ATP 335), Matteo Martineau (Frankreich/ATP 380), Julien Cagnina (Belgien/ATP 1083), Antoine Cornut-Chauvinc (Frankreich/ATP 828), Benedikt Henning (Germany/ATP 1847) und David Pel (Niederlande/ATP-Doppel 115).