Demonstration blinder Tennisspieler

Eine Demonstration des Blindentennissports am Sonntag auf der HTC Anlage. Mit dabei ist der mehrfache Deutsche Meister Bastian Kaller (links), hier mit seinem letzten Finalkontrahenten Michael Wahl aus Köln. © hofmedia

Eine Demonstration des Blindentennissports am Sonntag auf der HTC Anlage. Mit dabei ist der mehrfache Deutsche Meister Bastian Kaller (links), hier mit seinem letzten Finalkontrahenten Michael Wahl aus Köln. © hofmedia

Menschen mit Beeinträchtigungen in den Sport einzubinden ist eine gesellschaftliche Verpflichtung und so sind heutzutage renommierte Sportveranstaltungen wie Paralympics die Regeln. Diese internationalen Events haben demzufolge auch große mediale Aufmerksamkeit. Doch was ist danach, wenn das Licht des Geschehens ausgeschaltet ist? Im Tennis zum Beispiel? Rollstuhltennis bieten mittlerweile zahlreiche Vereine an. Und was machen blinde Menschen? Können die auch Tennis spielen? Überraschende Erkenntnis: Ja, die können das! Zusehen am kommenden Sonntag (10. Juli) auf der Anlage des Hövelhofer TC Blau-Weiß. Hier findet im Rahmen des Saisonauftakts der 2. Tennis-Bundesliga zwischen dem Team Hämmerling TuS Sennelager und dem SCC Berlin findet eine Demonstration des Blindentennis statt.

Dieser Sport kommt aus Japan und wird in Deutschland seit 2017 gespielt. So finden beispielweise in der ostwestfälischen Stadt Löhne seit 2018 die Nationalen Meisterschaften im Blindentennis statt und einige die dort erfolgreich waren, präsentieren ihren Sport beim HTC. So unter anderem die zweifache Weltmeisterin Charlotte Schwagmeier und die mehrfachen Deutschen Meister Bastian Kaller und Matthias Schmidt. Sie geben einen Einblick in ihren Tennissport und so mancher Zuschauer wird dabei aus dem Staunen nicht herauskommen. Im Übrigen: Der Ball mit einem Durchmesser von etwa 10 Zentimeter ist ein hohler Schaumstoffball, in dem sich Eisenkugeln befinden. Demzufolge ergibt sich beim Spiel und beim Aufspringen ein Geräusch, so das Spielerinnen und Spieler den Ball geräuschmäßig orten können.

Bevor der Aufschläger den Ball spielt, ruft er seinem Gegenüber >Ready< zu. Der antwortet – wenn er bereit ist – mit >Yes< und mit einem weiteren Zuruf >Play< eröffnet der Aufschläger das Match. In der B1-Klasse (Vollblind mit Dinkelbrille) darf der Ball dreimal aufschlagen und die zwei Gewinnsätze gehen bis 4:4 und gegebenenfalls Tiebreak. Im dritten Satz wird der Champions-Tiebreak gespielt. Aufgeschlagen wird dabei von oben und/oder unten, wobei die technischen Fähigkeiten der blinden Tennisspieler schon beeindruckend ist.