Ein sehenswertes Match lieferte Zdenek Kolar und buchte so für das Team Hämmerling TuS Sennelager den einzigen Sieg in der Partie gegen Badwerk Gladbacher HTC. © Ralf Meier

Beide Teamchefs waren sich einig: Resultat spiegelt die spannende Partie nicht wieder

Deftige Niederlagen für Rochusclub und Köln

Titelverteidiger Mannheim 4:0 nach Einzel

Paderborn-Sennelager. Endlich wieder Tennis-Bundesliga der Herren. Nach 101 Wochen glückte der Saisonauftakt am heutigen Freitag (09. Juli) in der 1. Tennis-Point Bundesliga, trotz zeitweiser Wetterkapriolen, ansonsten problemlos. Sieht man einmal von einigen Schlussresultaten ab. So musste der Rochusclub Düsseldorf eine bittere 0:6 Niederlage beim bayerischen Aufsteiger TSV 1860 Rosenheimer Unterstützungskasse hinnehmen und nur etwas Ergebniskorrektur gab es für den rheinischen Gastgeber Kölner THC Stadion Rot-Weiss. Vor 1.000 Zuschauern kam der der Traditionsverein TC Großhesselohe, mit unter anderem den beiden deutschen Davis Cup-Spielern Jan-Lennard Struff (ATP 45) und Philipp Kohlschreiber (ATP 115), zu einem 5:1 (3:1) Erfolg in der Domstadt. Damit haben diese beiden Teams schon einmal eine Duftmarke gesetzt. 3:3 Unentschieden trennte man sich in der Partie zwischen Kurhaus Lambertz Aachen und BW Timberland Finance Krefeld. Kräftige Regenschauer sorgten für arge Zeitverschiebungen am Neckarplatt zwischen Grün-Weiss Mannheim und dem zweiten Neuling BW Ewige Liebe BW Neuss. Nach den vier Einzelbegegnungen führte der aktuelle Deutschen Meister Grün-Weiss Mannheim mit 4:0. Zu dieser Zeit zeigte die Uhr 21.50 an und die beiden Doppelbegegnungen stehen noch aus!

Mehrstündiger Dauerregen am Vormittag sorgte beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss (HTC), in dieser Saison Gastgeber für das Team Hämmerling TuS Sennelager, für einen verspäteten Spielbeginn. Doch eine große Schar enthusiastischer Helfer sorgte letztlich dafür, dass gegen 14.55 Uhr die Debütveranstaltung auf der schmucken HTC-Anlage vor 400 Zuschauern beginnen konnte. Als nach gut fünfeinhalb Stunden die Auseinandersetzung der Ostwestfalen gegen Badwerk Gladbacher HTC mit 5:1 für die Gäste vom Niederrhein beendet wurde, gab es von beiden Teamchefs fast deckungsgleiche Analysen. „Wir haben sehr gutes Tennis gesehen und uns fehlte letztlich das Quäntchen Glück, um schlussendlich zu einem besseren Resultat zu kommen“, meinte Marc Renner und sein Gladbacher Kollege, Henrik Schmidt, beurteilte dies so: „Alle Partien waren sehr ausgeglichen. Und wenn wir Albert nicht so gepusht hätten, dann hätte es nach den Einzeln 2:2 gestanden. Was nicht unverdient gewesen wäre. So sind wir letztlich sehr zufrieden, hier gewonnen zu haben. Das Hämmerling Team hat uns schon sehr gefordert.“

Dieses sportliche Lob nahmen die Hausherren gerne zur Kenntnis und gehen zuversichtlich in diese Saison. „Ich kann nur sagen“, so Teammanager Ralf Hämmerling, „wir haben hier heute Weltklassetennis gesehen. Und wenn wir diese Leistungen konstant bringen, dann bin ich vom Klassenerhalt überzeugt.“ Während das das Ziel der Ostwestfalen ist, scheint die Aussage von Gladbachs Coach Patrice Hopfe „wir wollen den Klassenerhalt schaffen“ scheint auf Grund des personellen Aufgebots etwas tiefgestapelt zu sein. Dies zunächst aufgrund der Bewertung der ATP-Ranglistenpositionen. Doch dieser Liga-Auftakt in der Stadt zur Senne hat gezeigt, dass dies bei den Begegnungen auf der roten Asche fast keine Rolle spielt. Sieht man einmal von der glatten Zweisatzniederlage des 20-jährigen Jonas Forejtek gegen Mario Vilella Martinez („der spielt seit Wochen allerbestes Tennis“, so Schmidt) ab, waren in den drei übrigen Partien die Auseinandersetzungen denkbar knapp.

So überzeugte der an zwei spielende Tscheche Zdenk Kolar (ATP 223) auf Seiten Hämmerlings in der Partie gegen den Slowaken Andrej Martin (ATP 111). Hohes Tempo von der Grundlinie bevorzugten beide Profis, doch das variantenreichere Spiel bot der Gastgeber. Rund 101 Minuten dauerte das Match an und das 6:3, 6:3 bedeutete ein 1:1 Zwischenergebnis. Bei der Präsentation beider Mannschaften vor der Begegnung auf dem Centre Court bekam der Israeli mit französischem Pass, Daniel Cukierman (ATP 805), eine Geburtstagstorte aus Anlass seines 25-jährigen Geburtstags überreicht. Das war aber auch das einzige Geschenk an diesem Tag, obwohl er sich hätte selbst beschenken können. Doch die nötigen Breakbälle gegen den 35-jährigen Routinier Lukas Rosol (ATP 204) konnte der zehn Jahre jüngere US-College-Spieler aus Los Angeles nicht nutzen. So stand letztlich mit 4:6, 4:6 eine unverdiente Niederlage im Spielbericht und die Gäste vom Niederrhein hatten mit einem 2:1 Zwischenergebnis die Nase vorn.

Sehenswertes Tennis boten die beiden topgesetzten Spieler. Dies gilt sowohl für den Spanier Albert Ramos-Vinolas (ATP 39), der immerhin schon das ATP-Ranking 17 innehatte, als auch für den Gastgeber Kasper Zuk (ATP 168). Der 22-jährige polnische Davis Cup-Spieler zeigte keinerlei Respekt vor dem großen Namen und spielte unbekümmertes und variantenreiches Tennis. Beide Profis nutzen die Länge und Breites des Centre Courts, doch die immer wieder eingestreuten Stoppbälle behagten dem Spanier überhaupt nicht und so gab es den Satzgewinn für Zuk. Es kam Hoffnung beim Team Hämmerling auf, dass man möglicherweise aus den vier Einzeln mit einem Unentschieden heraus kommt. Doch eine Schwächephase zu Beginn des zweiten Satzes wusste Ramos-Vinolas zu nutzen und nach einem 5:7 gab es nun ein 6:3 für ihn.

Dieses hohe Tennisniveau muss die Zuschauer beeindruckt haben, denn plötzlich machte die Gladbacher-Bank Stimmung und dies schien ihre Nummer eins zu beflügeln. Auch wenn Kacper Zuk bewundernswert dagegen hielt, am Ende gewann nach knapp zwei Stunden der aus Barcelona stammende Linkshänder den Matchtiebreak mit 10:7 und holte den dritten Punkt für den Deutschen Meister des Jahres 2016. Die Niederlage besiegelte das Badwerk-Duo Lukas Rosol/Tim Sandkaulen mit 6:3, 6:4 gegen Kacper Zuk/Daniel Cukierman und zu einer Ergebniskorrektur hat es im Spitzendoppel auch nicht gereicht. Der Matchtiebreak zwischen Jonas Forejtek/Antonie Cornut-Chauvinc buchte mit 15:13 das Duo Andrej Martin/Robin Haase auf ihrer Habenseite. Was in der Erinnerung bleibt, ist die Tatsache, schön dass die Tennis-Bundesliga mit ihrem Slogan „Weltklassetennis im Club“ wieder auf der roten Asche zurück ist.

1. Spieltag • Sonntag • 09. Juli 2021 • 13.00 Uhr
Team Hämmerling TuS Sennelager – Badwerk Gladbacher HTC 1:5 (1:3)
Zuk, Kacper (POL/168) – Ramos-Vinolas, Albert (ESP/39) 7:5, 3:6, 7:10
Kolar, Zdenek (CZE/223) – Martin, Andrej (SVK/111) 6:3, 6:3
Forejtek, Jonas (CZE/314) – Vilella-Martinez, Mario (ESP/179) 3:6, 2:6
Cukierman, Daniel (FRA/745) – Rosol, Lukas (CZE/204) 4:6, 4:6
Forejtek/Cornut-Chauvine, Antoine – Martin/Hasse, Robin 3:6, 6:3, 13:15
Zuk/Cukierman – Rosol/Sandkaulen, Tim 3:6, 4:6
Zuschauer: 400

Übrige Resultate
Grün-Weiss Mannheim – TC Ewige Liebe BW Neuss 0:0 (4:0)
Zuschauer: 0.000
Kurhaus Lambertz AachenBW Timberland Finance Krefeld 3:3 (2:2)
Zuschauer: 250
TSV 1860 Rosenheimer Unterstützungskasse – Allpresan Rochusclub Düsseldorf 6:0 (4:0)
Zuschauer: 400
Kölner THC Stadion Rot-Weiss – TC Großhesselohe 1:5 (1:3)
Zuschauer: 1.000
Gesamtbesucher: 0.000 Zuschauer

DM = Deutscher Mannschaftsmeister 2019
A = Aufsteiger 2019

Nächster Spieltag: 2. Spieltag • Sonntag • 11. Juli 2021 • 10.00 Uhr
Grün-Weiss Mannheim – Team Hämmerling TuS Sennelager
Kurhaus Lambertz Aachen – TSV 1860 Rosenheimer Unterstützungskasse
Badwerk Gladbacher HTC – BW Timberland Finance Krefeld
TC Großhesselohe – TC Ewige Liebe BW Neuss
Kölner THC Stadion Rot-Weiss – Allpresan Rochusclub Düsseldorf

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Team Hämmerling TuS Sennelager im Stream

Nach einem Jahr Pause meldet sich die stärkste Tennis-Bundesliga der Welt zurück und zehn Clubs nahmen am Freitag die Jagd nach dem nationalen Titelgewinn auf. Auf allen Anlagen sind Zuschauer zugelassen, doch es gibt mediale Neuerung. Tennis Channel International ist ein 24/7 Streaming-Anbieter, der sich auf Tennis spezialisiert hat. Demzufolge werden erstmals an allen Spieltagen sämtliche Einzel und Doppel live übertragen und bringt die Tennis-Point-Bundesliga auf ein neues Niveau. Das gilt auch für Westfalens einzigem Tennis-Bundesligisten, dem Team Hämmerling TuS Sennelager, deren Begegnungen beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss stattfinden. Von dort aus werden die Partien der Ostwestfalen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, Griechenland, Schweiz und England gestreamt. Sozusagen vom >Tor zur Senne< in die Welt hinaus. Einen ersten visuellen Einblick gibt es hier.

Mit Kacper Zuk als Nummer eins eröffnet am morgigen Freitag das Team Hämmerling TuS Sennelager beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss die Tennis-Bundesliga-Saison 2021. © ATP-Cup 2020

Am 11 August 2019 beendete das Team Hämmerling TuS Sennelager mit der Begegnung in der Domstadt beim Kölner THC Stadion Rot-Weiss die damalige Saison und am morgigen Freitag startet nach rund 101 Wochen die nationale höchste Spielklasse wieder im deutschen Mannschaftssport. Eine derartige Unterbrechung hat die 1972 gegründete Liga in seinen 50 Jahren noch nie erlebt. „Ich freue mich sehr darauf, dass wieder gespielt wird“, sagt Hauptsponsor Ralf Hämmerling. Während der Unternehmer Sponsorenakquise betreibt, musste der Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss (HTC) seine Anlage bundesligagerecht für die Heimspiele herrichten. „Natürlich sind unsere Plätze in Ordnung“, so Daniel Didier (1. HTC-Vorsitzender), „doch ein solcher Spielbetrieb hat ganz andere Anforderungen.“ Inzwischen hat die Anlage unter anderem mit Tribünen und Ausstellungständen sowie mit blau-weißen HTC-Fahnen ein schmuckes Aussehen. „Wir nutzen die Bundesliga-Spiele um uns als einen modernen Tennisclub in der Öffentlichkeit zu präsentieren“, sagt der HTC-Vorsitzende.

Auf einen entsprechenden Zuschauerzuspruch hofft Teamchef Marc Renner, der allerdings bedauert, dass die Zuschauerzahl aus 2019 nicht überboten werden kann. Während im ersten Jahr der Zugehörigkeit im Schnitt 1.100 Besucher die Heimspiele verfolgten, sind Corona bedingt nur 500 Zuschauer zugelassen. „Wenn wir bei dieser Zahl dann jedes Mal ausverkauft sagen können, dann hört sich das doch auch sehr gut an“, meint Marc Renner. Sportlich ist der Liga-Auftakt in den beiden ersten Begegnungen gegen Badwerk Gladbacher HTC und zwei Tage später am Sonntag beim aktuellen Deutschen Meister Grün-Weiss Mannheim sehr schwer. „Wir sind aber bereit, den einen oder anderen sportlich zu ärgern“, meint Renner. So haben die Gladbacher an Nummer eins den 25-jährigen Christian Garin gemeldet, der aktuell die Nummer 20 der Tenniswelt ist. Und dahinter sind mit dem Spanier Albert Ramos-Vinolas (ATP 39) und dem Tschechen Jiri Vesely (ATP 72) zwei weitere Top-100-Profis gemeldet. Ob sie in Hövelhof dabei sein werden, ist offen. Badwerks-Teamchef Henrik Schmidt lässt sich nicht in die Karten schauen und hat auf Nachfrage keine Namen bekannt gegeben.

Kein Geheimnis macht dagegen Marc Renner aus seinem Aufgebot, obwohl fast alle in dieser Woche im Turniergeschehen waren. „Am Dienstag hatte ich lediglich zwei Spieler“, sagt Renner, der mittlerweile seinen Kader zusammen hat. Der Pole Kacper Zuk (ATP 168) ist die Nummer eins und es folgen die beiden Tschechen Zdenek Kolar (ATP 232) und Jonas Forejtek (ATP 314) Dahinter kommen die beiden französischen Neuzugänge Antonie Cornut-Chauvinc (ATP 495) und Daniel Cukierman (ATP 745). Des Weiteren sind Jan Zielinski (ATP-Doppel 159) und Daniel de Jonge (ATP 1152) dabei.

Ein Donnerhall verursachte am gestrigen Mittwoch Hämmerlings Nummer eins, der 24-jährige Hubert Hurkacz (ATP 18), in Wimbledon. Im Viertelfinale triumphierte er über sein Kindheitsidol Roger Federer mit 6:3, 7:6(4), 6:0 und steht im Halbfinale. „Als ich den Platz verließ und mir bewusst war, dass ich gegen Roger gewonnen habe, merkte ich, es wurde ein Traum wahr, besonders hier auf dem Rasen in Wimbledon“, so der überglückliche Sieger. Die Frage, tritt er in dieser Saison auch für das Team Hämmerling TuS Sennelager an, beurteilt Marc Renner eher skeptisch: Nach meinem Kenntnisstand fliegt er von London zurück nach Polen und bereitet sich dort auf Olympia vor. Ich werde ihn aber nochmals kontaktieren.“

Unternehmer, Hauptsponsor, Namensgeber und 2. Abteilungsvorsitzender, Ralf Hämmerling, freut sich mit dem Team Hämmerling TuS Sennelager auf den Ligastart der 1. Tennis-Point Bundesliga an. © Ralf Meier

Start der Tennis-Bundesliga Herren am 09. Juli 2021
Team Hämmerling TuS Sennelager beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss
Zum Ligastart kommt Badwerk Gladbacher HTC • 500 Zuschauer sind zugelassen

? Herr Hämmerling, fangen wir mit etwas erfreulichem an. Nach dem umjubelten Klassenerhalt im Debütjahr 2019 und der Coronabedingten Pause im letzten Jahr, freuen Sie sich nun darauf, dass wieder gespielt wird.
Ralf Hämmerling: Dass kann man wohl sagen. Die vergangenen Wochen waren sehr anstrengend. Zum einen die Diskussionen um den Spielplan, zum anderen aber auch die Gespräche mit unseren Partnern und Sponsoren. Erfreulicherweise habe ich feststellen können, dass wir als Team Hämmerling TuS Sennelager ein sehr gutes Standing haben, so dass wir uns entschieden haben, wieder an der Tennis-Bundesliga teilnehmen. Um auf Ihre Frage zurückzukommen, ja ich freue mich sehr darauf.

? Verändert hat sich der Austragungsort Ihrer Heimspiele. Warum nicht mehr in Paderborn bei Blau-Rot oder Grün-Weiß.
Ralf Hämmerling: Auf Grund der langen Zeit der Ungewissheit, ob überhaupt die Saison stattfinden wird, haben unabhängig davon die angesprochenen Vereine ihr sportliches Clubleben geplant. Deshalb mussten wir uns nach einem anderen Club umsehen.

? Wie sind Sie auf den Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss gekommen.
Ralf Hämmerling: Ich kannte den HTC-Vorsitzenden Daniel Didier und habe ihn diesbezüglich angesprochen. Da es ein ambitionierter Tennisclub ist, der etwas bewegen will, waren wir uns schnell mit ihm und dem Vorstand einig, unsere Heimspiele dort auszutragen.

? Nun hat der HTC ja keine Bundesliga-Erfahrung. Konnten trotzdem alle Bundesliga-Vorschriften des DTB umgesetzt werden.
Ralf Hämmerling: Auf jeden Fall. Mit großer Begeisterung ist man beim HTC dieses Bundesliga-Vorhaben angegangen und ich bin mir sicher, wir werden dort eine optimale Bundesliga-Anlage vorfinden. Ich kann heute schon sagen, wir streben eine längerfristige Partnerschaft an.

? Nun ist der Bundesliga-Start vom 04. Juli auf den 09. Juli verschoben worden. Warum?
Ralf Hämmerling: Es war so, dass die Vorschriften auf Grund der Pandemie alles in Frage gestellt hat. So sind Turniere ausgefallen und verschoben worden. Die Damen-Bundesliga ebenfalls. So dass es letztlich bis vor zehn Tagen gebraucht hat, bis ein Spielplan für alle akzeptabel war.

? Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich die Bundesliga-Vereine und der DTB konträr gegenüberstanden. War der Spielbetrieb gefährdet.
Ralf Hämmerling: Es gab unterschiedliche Ansichten und Meinung, sowohl beim DTB als auch unter den Bundesliga-Vereinen. Von daher hatten auch einige Vereine die Absicht geäußert, sich vom Spielbetrieb zurückzuziehen. Von daher, ja, die Saison war gefährdet.

? Täuscht mich mein Gefühl, dass der DTB wenig Rücksicht auf die Bundesliga-Vereine nimmt?
Ralf Hämmerling: Es ist ein vielschichtiges Problem. Sicherlich hat die Tennis-Bundesliga der Herren nicht den sportlichen Einfluss auf den Verband, wie man ihn sich auf Grund der rund 50 Jahre Liga gerne hätte. Vielleicht ist man auch beim DTB zu weit weg von dieser Ligabasis. Zum anderen ist festzustellen, dass die zehn Clubs – was ich verstehen kann – sehr ihre eigenen Interessen im Blick haben. Hier hätte ich mir schon etwas mehr Solidarität auf Seiten der Bundesliga-Clubs gewünscht.

? Was muss sich in dieser Hinsicht ändern.
Ralf Hämmerling: Meiner Meinung nach, da die Tennis-Bundesliga zweifelsfrei ein Profispielbetrieb ist, muss man sich auch so aufstellen. Ein loser Zusammenschluss, wie es derzeit in einem Ausschuss der Fall ist, ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Die Fragen nach Ligavermarktung, Sponsoren, TV-Rechte und andere Themen müssen professioneller gelöst werden. Das kann man nicht dem DTB alleine überlassen, die Bundesliga-Vereine müssen hier gestaltend mitwirken. Durchaus unter dem Dach des DTB, aber mit einer eigenen Ligastruktur bzw. -organisation.

? Kommen wir zu Ihrem Team. Ist die Mannschaft stark genug um erneut den Klassenerhalt zu ermöglichen.
Ralf Hämmerling: Davon gehe ich aus. Wir haben in unserem Debütjahr 2019 mit Enthusiasmus und großem Teamspirit die Liga halten können. Das wird auch in dieser Saison so sein.

? Vergleicht man das aktuelle Aufgebot mit dem der Saison 2019, so fällt auf, dass sich Profis wie Norbert Gombos, Arthur Rinderknech oder Jozef Kovalik spielerisch und im ATP-Ranking enorm verbessert haben. Wie konnten Sie die überzeugen beim Team Hämmerling zu bleiben.
Ralf Hämmerling: Es ist ja so, dass Marc (Renner als Teamchef, Anm. Red.) und Marius (Kur als Coach, Anm. Red.) nicht nur zur Saison, sondern das ganze Jahr über den Kontakt zu den Profis halten. Auf allen Social-Media-Kanälen tauscht man sich aus und diese persönliche Verbindung gibt eine Zugehörigkeit zum Team. Dieses Miteinander über den aktuellen Spieltag hinaus, lässt so einen Teamspirit entstehen.

? Trotz Profisport und Geld, ist Teamgeist auch heutzutage ein Faktor um erfolgreich zu sein.
Ralf Hämmerling: Generell kann ich das nicht beurteilen, denn ich weiß zu wenig wie andere Clubs dies händeln. Für uns kann ich dies uneingeschränkt bejahen.

? Sie sind der Haupt- und Namenssponsor. Ist durch die Pandemie das Interesse am Sport verloren gegangen.
Ralf Hämmerling: Das kann man wohl sagen, denn an der Basis hat ja in den Vereinen nichts stattgefunden. Es wird so seine Zeit brauchen, bis die Vereine diese Defizite aufgeholt haben. Man muss ja bedenken, die Vereinsarbeit erfolgt ja zumeist ehrenamtlich. Nach all den Beschränkungen für jeden Einzelnen und der Rückkehr in die Normalität, muss ein jeder auch wieder bereit sein, sich zu engagieren. Wir alle sind aufgefordert, den Vereinssport wieder zu beleben.

? Hat der Tennissport in Paderborn eine wirtschaftliche Basis.
Ralf Hämmerling: Da wir lange nicht wussten, wie es weiter geht, konnten wir auch keine Sponsorenakquise betreiben. Seit vier Wochen führen wir nun Gespräche mit unseren vorhandenen Sponsoren. Ich kann nur sagen, keine einzige Firma oder Unternehmen hat uns abgesagt. Sie alle sind dabei geblieben. Diese wirtschaftliche Rückendeckung hat uns letztlich bewogen, in der Bundesliga zu bleiben. Es ist sogar etwas mehr an Geldern zusammengekommen, so dass wir sicherlich ein starkes Team aufbieten können.

? Ein anderes Thema sind die Hygienevorschriften. Was gibt es eigentlich alles zu beachten.
Ralf Hämmerling: Der HTC hat mit dem örtlichen Gesundheitsamt alles besprochen. Die Vorgaben, geimpft, genesen oder der Nachweis eines Tests, können umgesetzt werden. Am Eingang werden entsprechende Listen ausgelegt, wo – wer das nicht nachweisen kann – sich der Einzelne zur Nachverfolgung eintragen kann.

?…und Zuschauer dürfen auch kommen. Wenn ja, wieviel sind zugelassen.
Ralf Hämmerling: Bis zu 500 Zuschauer sind zugelassen. Auf der Tribüne sind die entsprechenden Sitzplätze markiert und nummeriert, so dass wie exakt wissen, wer wo Platz genommen hat. Gottlob sind aber in Hövelhof und Paderborn die Inzidenzen rückläufig.

? Kann man sagen: Der Hövelhofer Tennis Club und Ihr Team Hämmerling sind am kommenden Freitag bereit zum Ligaauftakt gegen den Gladbacher HTC.
Ralf Hämmerling: Wenn der eigentliche Saisonstart am 4. Juni hätte stattfinden müssen, wären sicherlich auf der Anlage ein paar Nachtschichten erforderlich gewesen. So aber hat alles just in time geklappt und es kann losgehen. Wie eingangs gesagt, wir freuen uns auf die Bundesliga-Saison 2021.

! Dann wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Saison.

Kurzportrait Ralf Hämmerling
Alter: 64 Jahre
Geboren in: Elze (Wedemark)
Status: Verheiratet
Kinder: Zwei und zwei Enkelkinder
Beruf: Selbstständiger Kaufmann
Name des Unternehmens: Hämmerling Group GmbH
Stammsitz des Unternehmens: Paderborn
Branche: Handel und Logistik
Beschäftigte: 500 Mitarbeiter
Hobbys: Tennis, Fußball, Rennsport
Entspanne mich am besten bei… …gutem Rotwein und einer Zigarre
Lebensphilosophie: Geht nicht, gibt´s nicht!

Die Zuschauertribüne für die fünf Heimspiele des Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss steht und die HTC-Fahne aufgehängt. © Ralf Meier

Im Prinzip war für den 04. Juli der saisonale Start in die Tennis-Point Bundesliga der Herren terminiert gewesen. Allerdings musste auf Grund von Einreisebestimmungen im Rahmen der Corona-Pandemie der komplette erste Spieltag auf den 16. Juli verschoben. Demzufolge nimmt Westfalens einziger Tennis-Bundesligist, Team Hämmerling TuS Sennelager, seine diesjährige Saison am 09. Juli mit einer Heimbegegnung gegen den Deutschen Meister des Jahres 2016, Badwerk Gladbacher HTC, auf. Bekanntlich tragen die Ostwestfalen in diesem Jahr ihre fünf Heimbegegnungen beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss aus.

Insgesamt gesehen haben die zehn Tennis-Bundesligisten abermals nationale und internationale Top-Spieler gemeldet, doch die Ein- und Ausreisebedingungen lassen derzeit keine verlässlichen Aussagen seitens der Teamchefs zu. „Dieses personelle Vabanque-Spiel kann in dieser Saison letztlich entscheidend sein“, sagte Marc Renner, Hämmerlings-Teamchef. So müssen sich die derzeit noch in Wimbledon spielenden Profis entscheiden, direkt von der dortigen Blase in die nächste zum Turnier nach Hamburg zu fliegen, will man die Quarantänezeit umgehen. Oder sie entscheiden sich jetzt schon für die Hartplatz-Saison in den USA. „Und dann gibt es auch noch Olympia“, so Renner, „so dass Hubert Hurkacz, unserer Nummer eins, von Wimbledon direkt in seine polnische Heimat fliegt und von dort aus nach Tokio weiterreist.“

Dass das Team Hämmerling TuS Sennelager nach nur einem Jahr Tennis-Bundesliga einen so guten Klang hat, hängt natürlich mit dem sensationellem Abschneiden in der Saison 2019 und dem allseits anerkanntem Teamspirit zusammen. „Das wurde uns immer wieder anerkennend gesagt, was sich auch bei den Tennisprofis herumgesprochen hat“, meint Renner und verweist natürlich auch auf die sportliche Entwicklung einiger Hämmerling-Profis. Neben Hurkacz (ATP 20) sind dies insbesondere sein Landsmann Nobert Gombos (ATP 81), der Franzose Arthur Rinderknech (ATP 118) und der Slowake Jozef Kovalik (ATP 127). Insofern ist angesichts der aktuellen Lage völlig offen, wer von diesem Spielstarken Quartett wann dabei sein wird.

Zu den Heimspielen sind aktuell bis zu 500 Zuschauer zugelassen. Der Zutritt erfolgt nur mit negativem Corona-Test, genesen oder komplett geimpft. Die Sitzplätze auf der Tribüne werden zugewiesen. Spielbeginn freitags ist jeweils um 13.00 Uhr, die sonntäglichen Begegnungen beginnen immer um 11.00 Uhr. Die Heimspiele finden beim Hövelhofer Tennisclub Blau-Weiss (HTC), statt, deren Anlage sich an Von-der-Recke-Straße 30 in 33161 Hövelhof befindet. Parkplätze stehen rund um die Tennisanlage zur Verfügung und sind ausgewiesen.

Das Doppelfinale der 28. Noventi Open in HalleWestfalen verlor der für den Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling Tus Sennelager spielende Hubert Hurkacz (links) mit seinem kanadischen Partner Felix Auger-Aliassime in zwei Sätzen. © NOVENTI OPEN (honorarfrei)

Das Doppelfinale der 28. Noventi Open in Halle Westfalen verlor der für den Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling Tus Sennelager spielende Hubert Hurkacz (links) mit seinem kanadischen Partner Felix Auger-Aliassime in zwei Sätzen. © NOVENTI OPEN (honorarfrei)

Halle Westfalen. Die deutschen Tennisprofis waren beim heute zu Ende gegangenen 500er ATP Event Noventi Open, dotiert mit 1,45 Millionen Euro Preisgeld, in Halle Westfalen nicht besonders erfolgreich. Doch noch ein halber Heimsieg gab es am Sonntag durch den für Grün-Weiss Mannheim spielenden Kevin Krawietz, der zusammen mit seinem Partner Horia Tecau das Doppelfinale bei Deutschlands bedeutendstem Herrentennis-Wettbewerb.

Das gegenwärtig auf Weltranglisten-Platz 11 eingestufte deutsch-rumänische Duo besiegte Hubert Hurkacz, vom ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager, an der Seite des Kanadiers Felix Auger-Aliassime (ATP Doppel gemeinsam 61) in einem bis in die Schlussminuten packenden Match mit 7:6 (7:4), 6:4. Zuletzt hatte Hubert Hurkacz/Felix Auger-Aliassime in Paris das 1000er Hallenturnier im November 2020 in Paris gewonnen. Für Krawietz und Tecau war es der erste Pokalerfolg, seit sie sich im Februar zu einer neuen, starken Allianz zusammengefunden hatten. Zuvor standen sie 2021 auch schon in den Finals der ATP 500er-Turniere von Rotterdam und Barcelona.

Beide Doppel lieferten sich ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe, in dem wie so oft aus Rasen nur zwei, drei Ballwechsel über Sieg und Niederlage entschieden. Im ersten Satz musste der Tiebreak entscheiden, und dort gelang Krawietz und Tecau ein Minibreak mehr als dem Duo Auger-Aliassime/Hurkacz bis zum 7:4. Eng ging es auch im zweiten Durchgang zu, in dem das einzige Break im gesamten Match zum 6:4 schließlich den Ausschlag gab – über Spiel, Satz und Turniersieg.

Seine Heimspiele trägt das Team Hämmerling TuS Sennelager beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss (HTC) aus. Die Partnerschaft stellten in einem Pressegespräch vor (von links): Matthias Wittig, Ralf Hämmerling, Bürgermeister Michael Berens, Daniel Didier und Marc Renner. © Agentur Klick

Seine Heimspiele trägt das Team Hämmerling TuS Sennelager beim Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss (HTC) aus. Die Partnerschaft stellten in einem Pressegespräch vor (von links): Matthias Wittig, Ralf Hämmerling, Bürgermeister Michael Berens, Daniel Didier und Marc Renner. © Agentur Klick

Hövelhof. Da trafen Persönlichkeiten aufeinander, die etwas bewegen wollten. Das war zu spüren, als die Partnerschaft zwischen dem Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss (HTC) und dem Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager bekannt gegeben wurde. „Für uns ist das eine große Chance, den Tennissport weiter zu popularisieren“, so Daniel Didier, wobei der 1. HTV-Vorsitzende mit Stolz vermerken konnte: „Wir haben im letzten Jahr unsere Mitgliederzahl von 260 auf 320 steigern können. Da passt die Tennis-Bundesliga mit nationalen und internationalen Spitzenspielern bestens zu uns. Ich bin froh darüber, dass sich das Team Hämmerling für uns entschieden hat.“

Die Zufriedenheit klang auch bei Ralf Hämmerling an, der als Mäzen und 2. Vorsitzender des TuS Sennelager sein Team innerhalb von sieben Jahren von der Bezirksliga bis in die höchste nationale Spielklasse geführt hat. „Wir haben auch Gespräche mit Grün-Weiß und Blau-Rot in Paderborn geführt, die allerdings aus terminlichen Gründen nicht zur Verfügung standen“, sagte der Unternehmer und Namensgeber, der dann Kontakt zum HTC aufgenommen hat: „Wir waren uns recht schnell einig, dass wir hier auf dieser idyllischen Clubanlage spielen können. Begeistert hat mich die Tatsache, wie pragmatisch der HTV-Vorstand dieses Vorhaben aufgenommen hat. Es war spürbar, diese Chance wollen sie nutzen, um sich auch als Hövelhofer Tennis Club in der Öffentlichkeit mit Spitzensport zu präsentieren.“

Demzufolge wurde eine Partnerschaft vereinbart, die vor allem auch Bürgermeister Michael Berens erfreut. „Vor Jahren hatten wir eine Tischtennis-Damenmannschaft in der Bundesliga“, so Hövelhofs Bürgermeister, „von daher weiß ich, dass Sport zum Imagegewinn einer Stadt beiträgt. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass der Hövelhofer Tennis Club den hohen Ansprüchen einer Bundesliga gerecht wird. Die fünf Heimspielen vom Team Hämmerling sind eine attraktive Bereicherung unseres Sportangebotes für die Stadt.“ Auch Matthias Wittig (Abteilungsvorsitzender TuS Sennelager) zog eine positive Bilanz, denn die Zuschauerkulisse war seiner Meinung nach im ersten Jahr großartig: „Aus dem Stand heraus stets eine vierstellige Besucherzahl, war schon hervorragend. Von daher wurde unsere Arbeit, den Zuschauern ein Sportevent zu kreieren, honoriert.“

Im ersten Liga-Jahr war vielfach die Frage an Teamchef Marc Renner, „Wo ist Sennelager?, denn wir waren der Underdog. Uns ist es jedoch im ersten Jahr gelungen, die großen und traditionsreichen Bundesliga-Clubs wie Grün-Weiss Mannheim, Rochusclub Düsseldorf oder den Kölner THC Stadion Rot-Weiss mit unserem engagierten Teamgeist überzeugen. Über 1.000 Zuschauer im Schnitt, trugen dazu bei, dass das Team Hämmerling TuS Sennelager heute ein Gütezeichen ist.“ Letztlich war der Klassenerhalt die Überraschung, denn am Ende belegten die Ostwestfalen einen siebten Tabellenplatz. Klassenerhalt ist auch aktuell das sportliche Ziel von Marc Renner, der im 50. Jahr des Bestehens der Tennis-Bundesliga 2021 weiterhin erstklassig bleiben will. Obwohl es lange Zeit offen war, ob der Ligabetrieb auf Grund der COVID 19-Pandemie von Seiten des Deutschen Tennis Bundes (DTB) überhaupt stattfinden kann, haben sich letztlich der Verband und die zehn Bundesliga-Vereine für eine Durchführung entschieden.

Clubhaus des Hövelhofer Tennisclub Blau-Weiß e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,
werte Kolleginnen und Kollegen.

Was war das für eine furiose Saison, die vor zwei Jahren vom Team Hämmerling TuS Sennelager in der 1. Tennis-Point Bundesliga Herren 2019 gespielt wurde. Sozusagen als krasser Außenseiter war die TuS-Formation des Namenssponsors Hämmerling in die nationale Eliteliga aufgestiegen und das Tennis Magazin titelte >Durchmarsch auf dem Dorf<. Das war eine vor dem ersten Aufschlag nicht als freundlich gemeinte Schlagzeile geschrieben, welche sich aber am Saisonende als Wahrheit entpuppte. Vom ersten Spieltag an gab niemand dem Liga-Neuling eine reelle Chance, „doch die wollen wir nutzen“ sagte Ralf Hämmerling und dies war sozusagen die Vorhersage. Als am 11. August Grün-Weiss Mannheim erneut als Deutscher Mannschaftsmeister feststand, hießen die Absteiger TC Weinheim und Blau-Weiss Aachen. Und die Ostwestfalen? Die belegten noch vor dem Kölner THC Stadion Rot-Weiss den 7. Tabellenplatz. Sportlich war das der Paukenschlag der Saison!

Daran erinnern sich die Verantwortlichen des Tennis-Bundesligisten gerne, wenn am 04. Juli die diesjährige Saison startet. An diesem ersten sonntäglichem Spieltag erwartet Westfalens einziger Tennis-Bundesligist die Rot-Weissen aus der Domstadt Köln. Und erneut steht an diesem Tag ein Debüt an, denn die fünf Heimspiele werden künftig auf der Tennisanlage des Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss (HTC) ausgetragen. Folge dessen findet auch das erste saisonale Pressegespräch im Clubhaus des HTC statt. Neben der Vorstellung der Partnerschaft, wird die Mannschaftsmeldung, der Spielplan und die sportliche Zielsetzung skizziert.

Vorstellen werden Ihnen das im Beisein von Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens unter anderem John-Daniel Didier (1. Vorsitzender Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss), Matthäus Lüdtke (Sportwart Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss), Matthias Wittig (1. Abteilungsleiter TuS Sennelager), Marius Kur (Teamcoach), Marc Renner (Teamchef) und Ralf Hämmerling in einem Pressegespräch. Dieses ist terminiert wie folgt:

16. Juni (Mittwoch) 2021 • 11.00 Uhr
Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss • Von-der-Recke-Straße 30 • 33161 Hövelhof

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und ich verbleibe bis dahin
mit sportlichen Grüßen
Ihr


Frank Hofen (hofmedia Kommunikation)
Tennis-Bundesliga Team Hämmerling TuS Sennelager

Ein glücklicher und strahlender Blick von Hubert Hurkacz auf die Trophäe, die er in Miami nach seinem größten Turniertriumph in den Händen halten konnte. © ATP Turnier Miami

Ein glücklicher und strahlender Blick von Hubert Hurkacz auf die Trophäe, die er in Miami nach seinem größten Turniertriumph in den Händen halten konnte. © ATP Turnier Miami

Paderborn. Am 04. Juli soll die 1. Tennis-Bundesliga der Herren in ihre 50. Jubiläums-Saison starten und Westfalens einziger Erstligaclub, das Team Hämmerling TuS Sennelager, geht mit einem großen Namen in den Spielbetrieb: Hubert Hurkacz. „Wir werden alles dran setzen“, so Teamchef Marc Renner, „ihn auch bei uns spielen zu sehen.“ Inwieweit das möglich ist, wird sich zeigen, denn der 24-jährige Pole hat am Ostersonntag im sommerlichen Miami einen großen Turniertitel gewonnen. Beim mit knapp 4,3 Millionen US-Dollar Preisgeld dotierten 1.000er Masters Event besiegte er im Finale nach 1:43 Stunden den 19-jährigen Südtiroler Jannik Sinner (ATP 31) mit 7:6(4), 6:4. Neben dem Siegerscheck von 300.110 US-Dollar erhielt der aus Warschau stammende Tennisprofi noch 1.000 ATP-Weltranglistenpunkte und hat seit Montag die hervorragende Rankingposition 16 inne!

Nach seinem Triumph war beim Polen sein charakteristisches Grinsen breiter als je zuvor, denn es ist sein bis dato größten Titelgewinn der Karriere. Er spielte das beste Tennis seines Lebens, um seinen guten Freund und gelegentlichen Doppelpartner im Finale zu besiegen. Auf dem finalen Weg dahin besiegte er unter anderem im Viertelfinale den an Nummer zwei gesetzten Griechen Stefanos Tsitsipas (ATP 5) mit 2:6, 6:3, 6:4 und anschließend in der Vorschlussrunde den Russen Andrey Rublev (ATP 8) mit 6:3, 6:4. Es war das erste Mal, dass Hubert Hurkacz zwei Top-10-Spieler in einem Turnier ausschalten konnte und kommentierte das wie folgt: „Ich habe das beste Tennis gezeigt, das ich je gespielt habe“, so ein strahlender Titelgewinner in der Pressekonferenz nach dem Finale, „denn ich konnte mich in jeder Runde steigern. Dafür arbeite dafür mit meinem Trainer (Craig Boynton. Anm. Red.) auch sehr hart und bin super froh darüber, dass es hier passiert ist.“

Die beiden Niederländer Sander Arends (am Netz) und der für den ostwestfälischen Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager spielende David Pel standen im Marseille im Finale. (© ATP-Turnier Marseille)

Die beiden Niederländer Sander Arends (am Netz) und der für den ostwestfälischen Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager spielende David Pel standen im Marseille im Finale. (© ATP-Turnier Marseille)

Paderborn. In der französischen Hafenmetropole Marseille wurde in der vergangenen Woche das mit 409.765 Euro Preisgeld dotierte ATP 250-Turnier >Open 13 Provence< ausgetragen. Den Sieg trug der seit Monaten international erfolgreiche Tennisprofi Danill Medvedev davon, der mit seinem 10. Titelgewinn hinter Novak Djokovic erstmals die Nummer zwei der Tenniswelt ist. Der 25-jährige aktuelle Tennis-Weltmeister ist im Übrigen der erste Profi, seit dem Jahr 2005, der sich in die Weltranglisten-Phalanx des Quartetts um Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray einreihen konnte.

Recht ordentlich behaupteten sich in der zweitgrößten Stadt Frankreichs zwei Bundesligaprofis vom Team Hämmerling TuS Sennelager. Erstmals in seiner Karriere konnte Arthur Rinderknech (ATP 127), der sich aus der Qualifikation ins 32er Hauptfeld hat spielen können, zwei Runden auf der ATP World Tour gewinnen. Dabei stellte der 25-jährige Franzose einmal mehr sein spielerisches Potential unter Beweis. In seinem Erstrundenmatch kam Rinderknech zu einem Dreisatzsieg (1:6, 6:3, 6:2) gegen den Kasachen Mikhail Kukushkin (ATP 104), der bereits als Nummer 39 des ATP Rankings notiert wurde. Im Achtelfinale erfolgte ein weitere Dreisatzerfolg (3:6, 6:1, 6:2) gegen den 27-jährigen Spanier Alejandro Davidovich Fokina, der an Nummer sieben der Turnier-Setzliste platziert war und aktuell die Nummer 52 der Welt ist. Das Aus für den Hämmerling-Profi erfolgte im anschließenden Viertelfinale gegen seinen Landsmann Ugo Humbert. Der in Luxemburg beheimatete vier Jahre ältere Franzose ist derzeit die Nummer 29 der Welt und mit einer respektablen Niederlage von 6:4, 5:7, 6:7(4) zog sich Rinderknech aus der Affäre. Sein Lohn sind 45 ATP-Weltranglistenpunkte und 10.450 Euro Preisgeld.

Bis ins Doppelfinale von Marseille hat sich Sennelagers zweiter teilnehmender Tennisprofi David Pel (ATP-Doppel 82) gespielt. Er bestritt das Turnier mit seinem niederländischen Landsmann Sander Arends (ATP-Doppel 79), mit dem er im vergangenen Jahr die ATP-Challenger-Turniere in Koblenz und Prag gewonnen hat. Ein weiterer Erfolg blieb dem Duo allerdings versagt. Sie mussten sich im Finale dem britisch-finnischen Gespann Lloyd Glasspool/Harri Heliovaara (ATP-Doppel 104 bzw. 84) knapp mit 5:7, 6:7(4) geschlagen geben.

Weitere Meldungen

Ein mit 44.820 Euro Preisgeld ausgestattetes ATP-Challenger-Turnier fand in der in der italienischen Region Piemont liegenden Stadt Biella statt. Der 20-Jährige Jonas Forejtek (ATP 334) vom ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling unterlag im Hauptfeld im Achtelfinale dem 13 Jahre älteren ukrainischen Routinier Illya Marchenko, der bereits als Nummer 49 der Tenniswelt notiert wurde, mit 6:7 (6), 3:6. Der aus der Qualifikation gekommene Tscheche gewann sein Erstrundenmatch gegen den für Grün-Weiss Mannheim spielenden Tobias Kamke mit 6:2, 6:3.

Ein Neuzugang für die Bundesliga-Saison 2021 beim Team Hämmerling TuS Sennelager ist Kacper Zuk (ATP 216). Der 22-jährige Pole spielte sich beim ATP-Challenger (52.080 US-Dollar Preisgeld) im russischen St. Petersburg bis ins Finale. Auf seinem finalen Weg besiegte er im Viertelfinale den ehemaligen Weltranglisten-Achten und US-amerikaner Jack Sock mit 6:3, 6:2. Nach seinem Zweisatzsieg (7:6, 6:3) in der Vorschlussrunde gegen den jungen Tschechen Jiri Lehecka (ATP 306) folgte eine 4:6, 2:6-Niederlage gegen den ein Jahr älteren Evgenii Tiurnev (Russland/ATP 93).