Der aus Warstein stammende deutsche Davis-Cup-Spieler Jan Lennard Struff spielt in dieser Saison für den TC Großhesselohe und wird am 18. Juli in Paderborn erwartet. © ATP

München/Paderborn. Wenn am 18. Juli diesen Jahres, vorausgesetzt die Tennis-Bundesliga findet statt, könnte in Paderborn möglicherweise Westfalens bester Tennisprofi aller Zeiten aufschlagen. Die Rede ist von dem gebürtigen Warsteiner Jan-Lennard Struff (ATP 37), der sich aktuell dem TC Großhesselohe angeschlossen hat. An diesem Sonntag Mitte Juli erwartet der ostwestfälische Bundesligist Team Hämmerling TuS Sennelager den Club aus dem Münchner Süden.

Nach der Verpflichtung von Philipp Kohlschreiber (ATP 97) im Jahr 2020, hat Großhesselohe für die diesjährige Saison den westfälischen Davis-Cup-Spieler aus dem Sauerland unter Vertrag genommen. Nach acht Jahren im >Trikot< des fünffachen Deutschen Mannschaftsmeisters Blau-Weiss Halle und zuletzt bei TK Kurhaus Lambertz Aachen wird fortan die deutsche Nummer zwei am Isarhochufer aufschlagen. „Es ist ein toller Verein und ich freue mich, für diese Mannschaft auflaufen zu können. Ich kenne viele Spieler aus dem Team sehr gut und in der Tennis-Bundesliga spiele ich immer sehr gerne“, so der 30-jährige Warsteiner. Eingefädelt hat diesen Deal Großhesselohers Teammanager Christopher Kas, mit dem 2014 Deutscher Mannschaftsmeister mit Halle geworden ist: „Ich freue mich sehr, dass Jan nun für spielt. Er hat eine beeindruckende Siegermentalität und ist zugleich ein absoluter Teamplayer.“ Neben Jan-Lennard Struff sind mit Philipp Kohlschreiber (ATP 97) und Peter Gojowczyk (ATP 146) zwei weitere deutsche Spitzenspieler aufgeboten, die durch die spielstarke österreichische Fraktion mit unter anderem Dennis Novak (ATP 98), Lucas Miedler (ATP 306), Philipp Oswald (ATP-Doppel 42), Jurij Rodionov (ATP 143) sowie dem 17-maligen ATP-Doppel-Turniersieger Jürgen Melzer (ATP-Doppel 21) komplettiert wird.

Für Marc Renner, dem Teamchef des ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager, sind im Hinblick auf die Saison 2021 noch einige Fragen offen. (© Agentur Klick)

Für Marc Renner, dem Teamchef des ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager, sind im Hinblick auf die Saison 2021 noch einige Fragen offen. (© Agentur Klick)

1. Tennis-Point Bundesliga Saison 2021 der Herren startet am 04. Juli 2021
Heimspiel-Auftakt für Team Hämmerling TuS Sennelager mit dem Kölner HTC Stadion Rot-Weiss
Teamchef Marc Renner: „Es stehen noch Fragen über Fragen zur nächsten Saison an“

Paderborn. Die Tennis-Bundesliga Herren fand erstmals im Jahr 1972 statt. Wenn alles normal läuft, dann ist die im kommenden Jahr bevorstehende Saison 2021 mit der 50. Spielzeit ein Jubiläum. Ob allerdings die wie geplant stattfinden wird, ist derzeit noch offen. Bekanntlich wurde der diesjährige Ligabetrieb auf Grund der COVID 19-Pandemie von Seiten des Deutschen Tennis Bundes (DTB) abgesagt und inwieweit das Virus bis zum geplanten Saisonstart am 04. Juli 2021 beherrschbar ist, kann heute niemand vorhersagen. Gleichwohl fanden sich am 21. Dezember die Teammanager der zehn Erstligisten zu einem virtuellen Meinungsaustausch ein und trafen Verabredungen für eine mögliche Saison. „Aus heutiger Sicht ist aber alles noch recht problematisch und vieles steht in den Sternen“, so Teammanager Marc Renner vom Team Hämmerling TuS Sennelager, „denn es gibt noch Fragen über Fragen.“

So zum Beispiel die Verhaltensregel der ATP. Die schreibt für ihre weltweiten Herrenturniere den Tennisprofis vor, dass sie 48 Stunden vor Beginn an Ort und Stelle sein müssen. „Wenn das auch für die Bundesliga Gültigkeit haben sollte, dann können wir keinen Spielbetrieb durchführen“, sagte Marc Renner. Eine eindeutige Position bezogen die Teamchefs auch im Hinblick auf Zuschauer. Sollten keine Besucher zugelassen werden, dann wird ebenfalls nicht gespielt. Wie man sich bei einer entsprechenden Kapazitätsbeschränkung von Zuschauern verhalten will, wollen die Clubs auf ihrer nächsten Sitzung Anfang Februar entscheiden. Entschieden wurde jedoch, dass es wieder zwei Absteiger geben wird. Der vom TSV 1860 Rosenheim vorgetragene Antrag, in der Saison 2021 auf Absteiger zu verzichten, fand dagegen keine Mehrheit. Fest steht inzwischen auch der Spielplan für das kommende Jahr. DTB-Wettspielleiter Oliver Weber aktualisierte die Daten der diesjährigen Saison und demzufolge bleiben die Paarungen so bestehen wie sie geplant waren. Gestartet werden soll am 04. Juli 2021 und die Mannschaftsmeldungen müssen bis zum 15. März 2021dem DTB vorliegen.

Da das Team Hämmerling TuS Sennelager in der Saison 2019 nur vier Heimspiele hatte, stehen für 2021 daheim fünf Begegnungen im Terminkalender. Darunter zwei Partien an einem Freitag. Zum Saisonauftakt am sonntäglichen 04. Juli ist der Kölner HTC Stadion Rot-Weiss der erste Gast und am darauffolgenden Freitag (19. Juli) hat das Team Hämmerling TuS Sennelager den Deutschen Meister des Jahres 2016, Badwerk Gladbacher HTC, zu Gast. Zwei Tage später (Sonntag, 11. Juli) muss in der Kurpfalz beim Deutschen Meister Grün-Weiss Mannheim angetreten werden. Es folgen zwei weitere Heimspiele (am 18. Juli gegen den TC Großhesselohe und eine Woche später (25. Juli) kommt der TSV 1860 Rosenheim. Daran schließen sich zwei Auswärtspartien bei BW Timberland Finance Krefeld (01. August) und bei Kurhaus Lambertz Aachen (08. August) an. Die letzte Heimbegegnung findet am 13. August gegen den zehnfachen Deutschen Meister TC Ewige Liebe BW Neuss statt und zu guter Letzt reisen die Ostwestfalen in die Landeshauptstadt zu Allpresan Rochusclub Düsseldorf.

Die Saison 2021 der 1. Tennispoint Bundesliga der Herren bestreiten neben dem Team Hämmerling TuS Sennelager des Weiteren TK Grün-Weiss Mannheim (Deutscher Meister 2019), Allpresan Rochusclub Düsseldorf, BW Timberland Finance Krefeld, Kurhaus Lambertz Aachen, Badwerk Galdbacher HTC, TC Großhesselohe, Kölner THC Stadion Rot-Weiss sowie die beiden Aufsteiger TC Ewige Liebe BW Neuss (2. Bundesliga Nord 2019) und TSV 1860 Rosenheim (2. Bundesliga Süd 2019) an.

Toller Jahresabschluss für Frederico Ferreira Silva vom ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager: Beim ATP-Challenger in Sao Paulo stand er im Einzelfinale. (© Agentur Klick)

Paderborn. Im nationalen Tennisturnierkalender stehen in dieser Woche noch die 49. Deutschen Meisterschaften der Damen und Herren in Biberach an der Riß an, die internationale Turnierszenerie ist am letzten Sonntag beendet worden. Bis zum 13. Dezember dauern die nationalen Titelkämpfe noch an und aus Paderborner Sicht ist bei den Herren lediglich der Nachwuchsmann Karlo Cubelic (ATP 983) im Hauptfeld vertreten. Der 22-jährige Tennisprofi in Diensten des Zweit-Bundesligisten Tennispark Versmold tritt in der ersten Runde auf den drei Jahre älteren Hendrik Jebens (ATP 626/SPOK Berlin). Am späten Montagabend gab es für den Ostwestfalen eine 3:6, 6:7-Niederlage.

Mit dem ATP-Challenger-Turnier im portugiesischen Maia, dotiert mit 44.800 Euro Preisgeld, endete der internationale Kalender. Erfreulich dabei auf Sicht des ostwestfälischen Tennisligisten Team Hämmerling TuS Sennelager, das sich mit Zdenek Kolar (ATP 232) ein lokaler Bundesliga-Profi in die letzte Siegerliste des Jahres eintragen konnte. Der 24-jährige Tscheche bestritt die Doppelkonkurrenz mit dem aus Turin stammenden ein Jahr älteren Italiener Andrea Vavassori (ATP 96) und im Finale besiegten sie das britisch-finnische Gespann Lloyd Glasspoo/Harri Heliovaara mit 6:3, 6:4. In der Einzelkonkurrenz waren in Maia gleich fünf Paderborner Tennisprofis aus dem Hämmerling-Team im Hauptfeld vertreten. Während Zdenek Kolar gleich sein Auftaktmatch verlor, kamen Arthur Rinderknech (ATP 165), Alexey Vatutin (ATP 246) sowie Frederico Ferreira Silva (ATP 183) immerhin bis ins Achtelfinale, der Slowake Jozef Kovalik (ATP 131) bis ins Viertelfinale. Er scheiterte am späteren spanischen Finalisten Carlos Taberner (ATP 143) mit 6:7(3), 1:6.

In der Woche zuvor fand das vorletzte ATP-Challenger-Turnier (52.080 US-Dollar Preisgeld) des Jahres im brasilianischen Sao Paulo statt. Erfreulich aus Sicht vom Team Hämmerling TuS Sennelager, dass der Portugiese Frederico Ferreira Silva sich bis ins Endspiel vordringen konnte. Doch zum Titelgewinn reichte leider nicht, denn der 22-jährige Lokalmatador Felipe Meligeni Rodrigues Alves (ATP 120) triumphierte mit einem finalen 6:2, 7:6(1) Erfolg.

Großer Einzelsieg für den 19-jährigen Jonas Forejtek: Beim ATP-Turnier in Sofia bezwang er im Auftaktmatch den ehemaligen Weltranglisten-Dritten Marin Cilic in zwei Sätzen. © Thomas Schulte

Großer Einzelsieg für den 19-jährigen Jonas Forejtek: Beim ATP-Turnier in Sofia bezwang er im Auftaktmatch den ehemaligen Weltranglisten-Dritten Marin Cilic in zwei Sätzen. © Thomas Schulte

Paderborn. Beim ATP 250er Turnier (389.270 Euro Preisgeld) im bulgarischen Sofia stand lediglich der für die ostwestfälische Tennis-Bundesliga-Mannschaft >Team Hämmerling TuS Sennelager< gemeldete 19-jährige Jonas Forejtek (ATP 399) im Hauptfeld. Der talentierte Tscheche war mittels Wild Card für das 32er Hauptfeld spielberechtigt und startete großartig. In seinem Auftaktmatch besiegte er den zur Weltklasse zählenden ehemaligen kroatischen Weltranglisten-Dritten Marin Cilic (ATP 43) mit 6:3, 6:2. Leider folgte das Aus in der folgenden Achtelfinalpartie mit 4:6, 2:6 gegen den Franzosen Richard Gasquet (ATP 34). Bereits in der Qualifikation schieden mit Erstrundenniederlagen die Hämmerling-Profis Jozef Kovalik (ATP 126), Frederico Ferreira Silva (ATP 200) und Zdenek Kolar (ATP 229) aus.

Im slowakischen Sofia stand das mit 44.820 Euro dotierte ATP-Challener-Turnier in der vergangenen Woche im Kalender. Arthur Rinderknech (ATP 174) unterlag im Achtelfinale dem topgesetzten Finnen Emil Ruusuvuori (ATP 84) glatt mit 1:6, 4:6 und für den 22-jährigen Alex Molcan (ATP 304) kam das Aus bereits in seinem Auftaktmatch. Besser lief es für den Slowaken im Doppel mit seinem Landsmann Lucas Klein. Sie spielten sich überzeugend bis ins Finale vor, mussten sich dann aber mit 4:6, 3:6 dem finnischen Duo Harri Heliovaara/Emil Ruusuvuori geschlagen geben. Die beiden Turniersieger hatten zuvor im Halbfinale das Hämmerling-Gespann Manuel Guinard/Arthur Rinderknech mit 7:6(2), 7:6(4) bezwingen können.

Der ebenfalls für das Team Hämmerling TuS Sennelager gelistete Däne Holger Vitus Rune (ATP 545) gewann das mit 15.000 Euro Preisgeld dotierte ITF-Turnier im spanischen Valldoreix; nähe Barcelona. Im Finale besiegte der 17-jährige Jungprofi den fünf Jahre älteren Franzosen Thomas Laurent (ATP 493) mit 6:4, 6:0 und kam zu seinem zweiten Titelgewinn in dieser Corona-Saison. Mitte September gewann Rune im schweizerischen Klosters bereits ein ITF-Turnier.

Ihr erster gemeinsamer Auftritt war überzeugend und Hubert Hurkacz (rechts) gewann mit dem Kanadier Felix Auger-Aliassime die Doppelkonkurrenz in Paris. © Cedric Lecocq (FFT)

Ihr erster gemeinsamer Auftritt war überzeugend und Hubert Hurkacz (rechts) gewann mit dem Kanadier Felix Auger-Aliassime die Doppelkonkurrenz in Paris. © Cedric Lecocq (FFT)

Im Einzel sorgt Norbert Gombos für Aufsehen • Qualifikationssieger und Goffin-Bezwinger
Paderborn. Die internationale Tennisszene traf sich vor dem abschließenden ATP-Finale der weltbesten Acht in London (15. bis 22. November) zum letzten Test in Paris-Bercy. Einer der Weltmeister, der heute 23-jährige Deutsche Alexander Zverev (ATP 7) gewann vor zwei Jahren den Titel, verlor allerdings am gestrigen Sonntag (08. November 2020) das Finale des ATP 1000er Event in der französischen Metropole gegen den Russen Danil Medvedev (ATP 5) mit 7:5, 4:6, 1:6.

Aber nicht nur der aus Moskau stammende und in Monte Carlo lebende Russe streckte freudestrahlend an diesem Endspieltag die Siegertrophäe im leeren Palais Omnisports in Richtung Hallendecke, gleiches tat ihm zuvor Hubert Hurkacz (ATP 33) vom Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager. Während es für den 23-jährigen Polen im Einzel alles andere als gut lief, Erstrundenniederlage mit 5:7, 7:6(5), 4:6 gegen den aus Moldavien stammenden Lucky Loser Radu Albot (ATP 90), war seine Auftritt in der Doppelkonkurrenz ein einziges Sahnestückchen. Gemeinsam mit dem 20-jährigen Felix Auger-Aliassime (ATP 21), dieses Duo trat im Übrigen erstmals gemeinsam an, gab es einen großartigen Siegeslauf. Der endete letztlich mit einem finalen 6:7(3), 7:6(7), 10:2 Triumph des polnisch/kanadischen Duos über die an Nummer zwei gesetzten aktuellen US Open-Sieger Mate Pavic/Bruno Soares (Kroatien/Brasilien).

Knapp zwei Stunden dauerte dieses Endspiel an. Es war zudem äußerst spannend und im zweiten Satz hatte die kroatisch/brasilianische Paarung, die auf zweistellige ATP-Tour-Erfolge zurückblicken kann, den nächsten Titel fast schon gewonnen. Aber auch nur fast. Zwar hatten sie im zweiten Durchgang fünf Matchbälle, doch die beiden Außenseiter kämpften bravourös. Nachdem sie die drohende Niederlage des zweiten Durchgangs abwenden und das Duell auf Satzausgleich stellen konnten, war das favorisierte Duo nicht mehr in der Lage diese Auseinandersetzung zu drehen. Letztlich siegten Felix Auger-Aliassime und Hubert Hurkacz bei ihrem Debüt auf der Bühne des Welttennis mit einem beeindruckenden Triumph und der finanzielle Lohn sind 91.665 Euro. Zudem gibt es 1.000 ATP-Points und im Interview auf dem Court sagte ein überglücklicher Hubert Hurkacz: „Es ist riesig diesen Titel gewonnen zu haben. Aber Felix hat auch unglaublich gespielt.“

Wie außerordentlich dieser sportliche Erfolgsweg war, ist an ihren Siegen zuvor zu belegen. Als ungesetzte Paarung kamen die späteren Paris-Sieger unter anderem in der zweiten Runde zu einem 6:3, 3:6, 10:8 Sieg über die topgesetzten Robert Farah/Horacio Zeballos (Kolumbien/Argentinien) und es folgte ein 4:6, 7:5, 10:6 Erfolg gegen die Drittplatzierten John Peers/Michael Venus (Australien/Neuseeland). Im Halbfinale standen sie den Wimbledonsieger des Jahres 2017, Lukasz Kubot/Marcelo Melo (Polen/Brasileine) gegenüber, die in dieser Saison bereits in Acapulco und Wien siegreich waren. Nur nicht in Paris-Bercy. Hier gab es am Ende es einen nervenstarken 6:2, 1:6, 10:5 der späteren >Rolex Paris Masters< Sieger.

Eine spielstarke Leistung bot der ebenfalls für das Team Hämmerling TuS Sennelager spielende Norbert Gombos (ATP 88). Der 30-Jährige musste zunächst in die Qualifikation, besiegte beim Einzug ins Hauptfeld den Radu Albot mit 7:5, 4:6, 6:4, und sorgte auch dort für Furore.

Nach seinem Auftaktsieg gegen den für Blau-Weiss Krefeld spielenden Italiener Marco Cecchinato (ATP 78) schreib Gombos mit einem weiteren Erfolg Schlagzeilen. Mit 6:4, 7:6(6) schaltete der aus Bratislava stammende Slowake keinen geringeren als den 29-jährigen belgischen Weltklassemann David Goffin aus. Zwar folgte in der nächsten Runde mit einer 5:7, 2:6 Niederlage gegen den Spanier Pablo Carreno Busta (ATP 15) das Aus, doch anhand dieser zuvor erspielten Siege deutete Norbert Gombos sein großes spielerisches Potential an.

Während Hubert Hurkacz in dieser Woche pausiert, startet der aus Montreal stammende Felix Auger-Aliassime beim ATP 250er Turnier in Sofia. Dort ist auch der für das Team Hämmerling TuS Sennelager spielende 19-jährige Jonas Forejtek (ATP 399) im Hauptfeld. Spielberechtigt gemacht mit einer Wild Card, trifft der talentierte Tscheche in seinem Erstrundenmatch auf Marin Cilic (ATP 419. Beim ATP Challenger in Bratislava treten Arthur Rinderknech (ATP 174) und Manuel Guinard (ATP 175) an; sowohl im Einzel als auch gemeinsam im Doppel. Der aus dem eigenen Sennelager-Nachwuchs kommende Alex Molcan (ATP 304) ist ebenfalls in Bratislava im Turniergeschehen. Sowohl im Einzel als auch im Doppel. Diesen Wettbewerb bestreitet der 22-Jähirge mit seinem slowakischen Landsmann Lukas Klein (ATP 316).

Die Doppelkonkurrenz des ATP-Challenger in Ismaning gewann das Duo David Pel (links) und Andre Begemann. © Jürgen Hasenkopf

Die Doppelkonkurrenz des ATP-Challenger in Ismaning gewann das Duo David Pel (links) und Andre Begemann. © Jürgen Hasenkopf

Paderborn. Der frühere Tennis-Bundesliga-Profi vom Team Hämmerling TuS Sennelager, der Franzose Antoine Hoang (ATP 134), musste sich am vergangenen Sonntag (25. Oktober) im Finale des mit 44.820 Euro Preisgeld dotierten ATP-Challenger im bayerischen Ismaning mit 4:6, 6:7(4) dem 24-jährigen Schweizer Andrea Hüsler (ATP 187) geschlagen geben. Gleichwohl konnte sich bei diesem Turnier ein Akteur des ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten in die Siegerliste eintragen. Die Doppelkonkurrenz gewann der Niederländer David Pel (ATP-Doppel-Rangliste 79) mit seinem aus Lemgo stammenden Partner Andre Begemann (TC Großhesselohe). Im Finale bezwang das Duo die britisch/US-amerikanische Paarung Lloyd Glasspool/Alex Lawson mit 5:7, 7:6 (2), 10:4 und die Sieger analysierten so ihren Erfolg: „Es war ein sehr enges Match, wie es bei einem Finale auf Teppich-Belag meistens zu erwarten ist. Man muss einfach versuchen, mental immer dran zu bleiben. Am Ende haben wir gute Lösungen bei unseren Returns gefunden“.

Das erfolgreiche Auftreten von David Pel/Andre Begemann soll in dieser Woche eine Fortsetzung beim ATP-Challenger-Turnier in Hamburg (44.820 Euro Preisgeld) finden. Sie gehen als Nummer eins der Setzliste in die Konkurrenz und treffen in der ersten Runde auf das deutsche Wild-Card-Paar Marvin Möller/Max Wiskandt. Zwei weitere Sennelager-Tennisprofis sind im Doppel-Wettbewerb vertreten. Der Pole Jan Zielinski (ATP-Doppel 216) tritt mit dem Schweden Andre Goransson (ATP 85), Nummer drei der Setzliste, an und haben die Franzosen Sadio Doumbia/Fabien Reboul zugelost bekommen. Mit seinem 20-jährigen Landsmann Hugo Gaston bildet der fünf Jahre ältere Arthur Rinderknech ein Duo. Sie treffen zum Turnierauftakt auf das dänisch/US-amerikanische Gespann Mikael Torpegaard/J.J. Wolf. In der Einzelkonkurrenz sind aus ostwestfälischer Sicht Sumit Nagal (ATP 130) und Arthur Rinderknech (ATP 168) vertreten. Der in Hannover lebende Inder trifft als Nummer fünf der Setzliste auf Hugo Gaston (ATP 162) und der 25-jährige Franzose Rinderknech spielt gegen den an Nummer zwei platzierten Japaner Taro Daniel (ATP 121). Aktuelle Ergebnisse sind unter www.atptour.com/en/scores/current-challenger/hamburg/8297/draws einzuholen.

Auf Challenger-Ebene steht in diesen Tagen ein weiteres Turnier in Marbella im Kalender und auch hier sind Bundesliga-Spieler vom Team Hämmerling involviert. Der an Position acht platzierte Slowake Josef Kovalik (ATP 126) trifft zum Auftakt auf den Briten Jay Clarke (ATP 189), Maxime Janvier (Frankreich/ATP 206) muss gegen den Slowenen Blaz Rola (ATP 152) antreten und der erst 17-jährige Kopenhagener Holger Vitus Rune (ATP 550) hat sich mit dem Franzosen Elliot Benchetrit (ATP 221) auseinanderzusetzen. Aktuelle Ergebnisse sind unter www.marbellachallenger.com einzuholen.

Nach den beiden ATP-Events in Köln findet diese Turnierserie in der österreichischen Metropole Wien seine Fortsetzung. Das ATP 500er in der Stadthalle ist mit 1,55 Millionen Euro dotiert und Nobert Gombos (ATP 104) ist mit einem Qualifikationserfolg gestartet. Sein 5:7, 6, 6:4-Erfolg im kleinen Finale gegen den Ukrainer Vitaly Sachko (ATP 453) brachte ihn ins Hauptfeld. Gleich hier eine große Herausforderung, denn kein anderen als der spielstarke russische Weltklassespieler Andrey Rublev (ATP 8) ist der nächste Kontrahent. Etwas leichter hat es dagegen Hubert Hurkacz (ATP 31), der seine Erstrundenpartie gegen den 32-jährigen ungarischen Qualifikanten Attila Balazs (ATP 88) zu bestreiten hat. Aktuelle Ergebnisse sind unter www.erstebank-open.com einzuholen.

Der für das Team Hämmerling TuS Sennelager in der Tennis-Bundesliga spielende Zdenek Kolar erreichte in Lissabon das Doppelfinale. © Jürgen Hasenkopf

Der für das Team Hämmerling TuS Sennelager in der Tennis-Bundesliga spielende Zdenek Kolar erreichte in Lissabon das Doppelfinale. © Jürgen Hasenkopf

Paderborn. Mit der Domstadt Köln stehen gleich zwei Tennisturniere der ATP 250-Kategorie der Herren im weltweiten Terminkalender und am Sonntag (18. Oktober) fand das Erste aus deutscher Sicht einen erfreulichen Abschluss. Der 23-jährige Alexander Zverev hat die >bett1HULKS Indoors< in der LANXESS arena in Köln gewonnen. Der Weltranglisten-Siebte besiegte ohne Zuschauer im Finale des mit 325.610 Euro Preisgeld dotierten Turnier den hochtalentierte Kanadier Felix Auger-Aliassime (ATP 22) mit 6:3, 6:3. „Ich finde, ich habe die ganze Woche ordentlich gespielt. Im Finale habe ich mein bestes Tennis gespielt und damit den Titel bei einem Turnier in Deutschland geholt, was mich natürlich besonders freut“, sagte Zverev, der somit seinen zwölften Titelgewinn auf der ATP Tour feiern konnte. Damit ist der gebürtige Hamburger hinter Boris Becker (49 Turniersiege), Michael Stich (18) und Tommy Haas (15) bereits heute der viertbeste Deutsche. Recht ordentlich war auch der Auftritt der Nummer eins des ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager, Hubert Hurkacz (ATP 31), der sich bis ins Viertelfinale vorspielen konnte. Hier traf er aus den an Nummer zwei gesetzten spanischen Weltklassemann Roberto Bautista Agut (ATP 10), dem er zwei Sätze lang spielerisch Paroli bieten konnte. Nach zwei ausgeglichenen Sätzen ging ihm im dritten Durchgang auf Grund der langen von der Grundlinie gespielten Rallys ein wenig die Kondition aus und am Ende stand eine 6:7(4), 7:5, 0:6-Niederlage. An gleicher Stelle geht es in dieser Woche in Köln weiter und erneut ist der aus Warschau stammende 23-jährige Hurkacz im Hauptfeld vertreten. Allerdings ist ihm für die erste Runde eine >Hammer-Partie< zugelost worden. Zum Auftakt trifft der an Nummer sechs gereihte Pole auf den vier Jahre jüngeren italienischen Shootingstar Jannik Sinner (ATP 46), der zuletzt bei den French Open in Paris mit dem Vorstoß ins Viertelfinale sein großes Talent unter Beweis stellen konnte. Ebenfalls im 32er Hauptfeld ist vom Team Hämmerling Sumit Nagal (ATP 130) vertreten. Der unterlag zwar im kleinen Finale der Qualifikation - besiegte zuvor in der Auftaktrunde seinen slowakischen Sennelager Teamkollegen Norbert Gombos mit 7:5, 6:4 - dem 29-jährigen Österreicher Pierre-Hugues Herbert (ATP 82) glatt in zwei Sätzen (2:6, 2:6), rutsche jedoch als Lucky Loser (bestplatziertes ATP-Spieler der Qualifikationsverlierer) ins Hauptfeld. Der in Hannover lebende 23-jährige Inder trifft nun in seiner Auftaktrunde auf den Belgrader Miomir Kecmanovis (ATP 39). Aktuelle Ergebnisse sind unter www.atptour.com/en/scores/current/cologne/9404/draws abzurufen.

Auf der ATP Challenger Tour waren in der vergangenen Woche in Lissabon mit Frederico Ferreira Silva (ATP 198), Maxime Janvier (ATP 206) und Zdenek Kolar (ATP 227) drei Hämmerlinger Bundesliga-Tennisprofis im Geschehen. Allerdings überstand keiner von ihnen die erste Runde im Hauptfeld. Erfreulich dagegen der Auftritt des Tschechen Kolar an der Seite des Finnen Harri Heliovaara im Doppel. Ungesetzt spielte sich das Duo bis ins Finale vor, mussten sich dann allerdings in einer spannenden Auseinandersetzung geschlagen geben. Den Turniertitel gewann Roberto Cid Subervi/Goncalo Oliveira (Dominikanische Republik/Portugal) mit einem finalen 7:6(5), 4:6, 10:4-Erfolg.

Norbert Gombos war beim Grand Slam-Event >French Open< mit dem Erreichen der dritten Runde der erfolgreichste Profi des ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager. © Agentur Klick

Norbert Gombos war beim Grand Slam-Event >French Open< mit dem Erreichen der dritten Runde der erfolgreichste Profi des ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager. © Agentur Klick

Paderborn. Das aktuell in Paris stattfindende Grand Slam-Event French Open ist aus Sicht der dabei gewesenen Spieler des ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager beendet. Erfreulicherweise sind jedoch aus nationaler Sicht noch zwei deutsche Profis dabei. Das sich Alexander Zverev (ATP 7) ins Achtelfinale hat vorspielen können, ist keine allzu große Überraschung. Überrascht hat dagegen der 22-jährige Nordrhein-Westfale Daniel Altmeier (ATP 186) vom Gladbacher HTC, der sich aus der Qualifikation ins 128er Hauptfeld spielen konnte. Anschließend gelang ihm überraschenderweise ein Dreisatzsieg gegen den für Kurhaus Lambertz Aachen spielenden Warsteiner Jan-Lennard Struff (ATP 32) und danach schaltete er die Nummer sieben der Setzliste, den Italiener Matteo Berrettini (ATP 8), mit 6:2, 7:6(5), 6:4 aus. Bemerkenswert ist, dass der aus Kempen stammende Altmaier – der vom früheren argentinischen Tennis-Bundesligaprofi Francesco Yunis trainiert wird – noch ohne Satzverlust dar steht. In der Runde der letzten 16 trifft er nun auf den Spanier Pablo Carreno Busta (ATP 18) und Alexander >Sascha< Zverev auf den hochtalentierten 19-jährigen italienischen Nachwuchsstar Jannik Sinner (ATP 75).

Aus dem Quartett der Hämmerling-Tennisprofis konnte sich im Stadion Roland Garros noch am besten Norbert Gombos (ATP 106) in Szene setzten. Der 30-Jährige besiegte in einem äußerst spannenden Erstrundenduell den sieben Jahre jüngeren Borna Coric (ATP 27) mit 6:4, 3:6, 6:3, 6:4. Die zweite Runde überstand der Slowake mit einem 6:2, 2:6, 7:6(4), 6:4-Sieg gegen den 21-jährigen Österreicher Jurij Rodionov (ATP 170), der im Übrigen von Wolfgang Thiem, dem Vater von Dominic Thiem, trainiert wird. Der Einzug ins Achtelfinale blieb Norbert Gombos allerdings verwehrt. Gegen den aus Buenos Aires stammenden Argentinier Diego Schwartzman (ATP 14) hielt er lange den ersten Satz gegen den 1,70 Meter großen südamerikanischen Dauerläufer offen und musste sich erst im Tiebreak geschlagen geben. Doch das war es auch, am Ende gab es eine 6:7(3), 3:6, 3:6 Niederlage und als Trost immerhin 84.000 Euro Preisgeld.

Die weiteren drei ostwestfälischen Bundesligaprofis kamen nicht über die erste Runde hinaus. Der an Nummer 29 gesetzte favorisierte Hubert Hurkacz (ATP 31) verlor knapp gegen den US-Amerikaner Tennys Sandgren (ATP 48) mit 5:7, 6:2, 6:4, 6:7(1), 9:11. Die mit einer Wild Card für das Hauptfeld ausgestatteten Franzosen, Arthur Rinderknech (ATP 164) und Maxime Janvier (ATP 203), spielten recht ordentlich, doch ihre Leistungen reichten nicht aus. Gegen den in London lebenden 31-jährigen Slowenen Aljaz Bedene (ATP 55) musste Rinderknech in eine Viersatzniederlage (2:6, 7:6, 4:6, 4:6) einwilligen und der 19-jährige Hugo Gaston (ATP 239), der vor drei Jahren die inoffizielle Weltmeisterschaft der Junioren gewinnen konnte, besiegte seinen Landmann Janvier mit 7:6(5), 6:4, 6:3. Ihre Erstrundenniederlagen von Paris, die French Open sind immerhin mit 38 Millionen Euro Preisgeld dotiert, brachten ihnen jeweils stolze 60.000 Euro Preisgeld ein.

In der Doppelkonkurrenz waren ebenfalls drei Hämmerling-Akteure vertreten, doch für beide Duos war nach ihren jeweiligen Auftaktsiegen das Aus besiegelt. Das Wild Card-Gespann Manuel Guinard/Arthur Rinderknech siegte zunächst mit 6:7(6), 6:3, 7:5 gegen Dominic Inglot/Aisan-Ul-Haq Qureshi (Großbritannien/Pakistan) und mit einer 6:4, 4:6, 6:7(3) gegen die Briten Jamie Murray/Neal Skupski folgte das Aus.

Hubert Hurkacz bestritt den Doppelwettbewerb mit Daniel Evans aus Großbritannien. Auch sie gewannen die erste Runde, 7:6, 3:6, 7:5 gegen die brasilianisch-niederländische Paarung Marcelo Demoliner/Matwe Middelkoop, doch dabei blieb es. Das an Nummer zwei gesetzte Duo Marcel Granollers/Horacio Zeballos (Spanien/Argentinien) gewann locker mit 6:2, 6:2 das Duell. Sämtliche Ergebnisse sind unter www.rolandgarros.com/en-us/results nachzulesen.

Für Borna Coric (rechts), Erstrundengegner für den Team Hämmerling-Profi Norbert Gombos, war der finale Sieg über Roger Federer 2018 in HalleWestfalen der größte Triumph seiner bisherigen Karriere. © Gerry Weber Open

Für Borna Coric (rechts), Erstrundengegner für den Team Hämmerling-Profi Norbert Gombos, war der finale Sieg über Roger Federer 2018 in HalleWestfalen der größte Triumph seiner bisherigen Karriere. © Gerry Weber Open

Paderborn. Mittlerweile sind die Qualifikanten für das 128er Hauptfeld der French Open ermittelt und demzufolge ist konnte die Auslosung für das mit 38 Millionen Euro Preisgeld dotierte Grand Slam-Event vorgenommen werden. Der Gewinner von Roland Garos in Paris erhält immerhin 1,6 Millionen Euro Preisgeld, die Verlierer der ersten Runden bekommt noch ein finanzielles >Trostpflaster< von 60.000 Euro ausbezahlt. Am heutigen Samstag ist sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren Ruhetag, das Herren-Tableau wird vom Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic vor Titelverteidiger Rafael Nadal (ATP 2) angeführt, so dass am morgigen Sonntag (27. September, das Turnier dauert bis zum 11. Oktober an) die Auftaktmatches der ersten Runde anstehen.

In diesem exklusiven Kreis der weltweiten Tenniselite befinden sich mit Hubert Hurkacz (ATP 31), Norbert Gombos (ATP 106), Arthur Rinderknech (ATP 164) und Maxime Janvier (ATP 203) vier Bundesligaprofis des Team Hämmerling TuS Sennelager, die allerdings bis auf Hurkacz zu den Außenseitern zählen. Der 23-Jährige Pole, an Nummer 29 gesetzt, trifft auf den sechs Jahre älteren US-Amerikaner Tennys Sandgren (ATP 48). Eine Hammer-Auslosung hat dagegen der 30-jährige Norbert Gombos erwischt, der auf den an Setzlistenposition 24 eingestuften Borna Coris (ATP 26) trifft. Der sieben Jahre jüngere Slowake war bereits die Nummer 18 der ATP-Weltrangliste und sein größter Tourerfolg war 2018 der Triumph bei den Gerry Weber Open in HalleWestfalen mit einem finalen Dreisatzsieg über Roger Federer.

Mit jeweils einer Wild Card von Seiten des Französischen Tennisverbandes wurden die Leistungen der beiden Franzosen Arthur Rinderknech und Maxime Janvier honoriert, die somit im Hauptfeld-Konzert der Stars mitspielen können. Gegen den in London lebenden 31-jährigen Slowenen Aljaz Bedene (ATP 55) bestreitet Rinderknech sein Erstrundenduell und Maxime Javier trifft auf seinen ebenfalls mit einer Wild Card ins Hauptfeld gekommenen Landsmann Hugo Gaston (ATP 239). Dieser junge 19-jährige Franzose ist Hoffnungsträger seines Landes. Vor drei Jahren gewann er den Orange Bowl – die inoffizielle Weltmeisterschaft der Junioren – und war zugleich die Nummer drei der ITF-Junioren-Weltrangliste.

Nicht erfolgreich war dagegen das Dabeisein der sechs Hämmerling-Profis in der Qualifikation, denn lediglich Frederico Ferreira Silva (ATP 195) konnte sich bis ins kleine Quali-Finale fürs Hauptfeld durchspielen. Auf dem Weg dahin besiegte er u.a. den serbischen Davis Cup-Gewinner Viktor Troicki, einst die Nummer 12 der Tenniswelt, mit 6:0, 6:2. Im letzten Match musste sich der Portugiese mit 6:7(6), 4:6 dem 19-jährigen Tschechen Tomas (ATP 252) geschlagen geben. Während der 27-jährige Italiener Gian Marco Moroni wenigsten noch sein Erstrundenspiel (6:4, 7:6 gegen Blaz Rola) gewinnen konnte, danach gegen den US-Amerikaner Ulises Blanch (ATP 250) mit 6:7(8), 6:4, 3:6 verlor, waren für Jozef Kovalik (ATP 124), Sumit Nagal (ATP 127), Alexey Vatutin (ATP 234) und Manuel Guinard (ATP 289) die French Open bereits nach der ersten Runde beendet.

Vom DTB-Präsidenten Ulrich Klaus wurde Carolin Daniels als beste Lehrgangsteilnehmerin in der Ausbildung zur A-Trainerin ausgezeichnet. © Claudio Gärtner

„Das ist auch ein persönlicher Vertrauensbeweis mir gegenüber“, sagt Carolin Daniels, „und es hat mich total erfreut.“ Vor zwei Wochen erhielt die 28-jährige Paderbornerin einen Anruf von Barbara Rittner, der >Head of Women‘s Tennis< des Deutschen Tennis Bundes (DTB), die ihr ein perspektivisches Angebot unterbreitete: „Ob ich für den DTB als Honorartrainerin für den weiblichen Nachwuchs arbeiten möchte?“ Diese Frage hat die studierte Tennistrainerin, die ihren A-Trainerschein 2017 beim DTB als beste Lehrgangsteilnehmerin absolviert hat, natürlich mit einem Ja beantwortet:

Ihre sportliche Entwicklung hat Carolin Daniels, die verletzungsbedingt 2016 ihre Profikarriere mit einer Einzel-Weltranglistenplatzierung 330, im Doppel-Ranking war es letztlich Platz 140, beendete, hat sie in erster Linie ihrem ehemaligen Soester Trainer Peter Osthoff zu verdanken. „Hilfreich war damals für mich, dass ich hin und wieder von Barbara Rittner für internationale Turnier in Deutschland Wild Cards bekommen habe.“ In ihrer Tenniskarriere hat >Caro< Daniels unter anderem die Deutsche U18-Doppel-Jugendmeisterschaft gewonnen, wurde in die Nationalmannschaft der Juniorinnen für die Europameisterschaft berufen und auf der internationalen ITF Tour hat sie insgesamt im Einzel bzw. im Doppel neunzehn Turniertitel gewinnen können.

Verantwortlich ist sie nun als DTB-Honorartrainerin für die U12 und U13 Mädchen und bei den U14erinnen teilt sie sich die Aufgaben mit Dinah Pfizenmaier, die im DTB-Bundesleistungszentrum in Kamen arbeitet. Gemeinsam haben sie sich unlängst im Beisein von Barbara Rittner in Kamen den Eltern vorgestellt. Die Aufgabenbereiche der Paderbornerin umfassen fortan die Sichtungen, die Lehrgänge, die Betreuung bei nationalen sowie internationalen ITF Turnieren und den Deutschen Jugendmeisterschaften.

Da die Termine für dieses Jahr bzw. für 2021 bereits feststehen, gibt es auch keine terminlichen Probleme mit ihrer Tennis Base in Paderborn. Neben ihren sportlichen Tätigkeiten als Trainerin in der Tennis Base bzw. für den Deutschen Tennis Bund, zudem ist die 28-Jährige auch im Trainerstab des Herren-Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager involviert, gibt es eine weitere Herausforderung für die sympathische Carolin Daniels. Nach ihrem Bachelor studiert sie an der Uni Paderborn nun vier Semester lang Sonderpädagogik auf Lehramt. Und zu viel wird das der Paderbornerin aber nicht: „Alles ist bestens getaktet.“