Beim HTC Spitzentennis und Eventniveau

Haupt- und Namens-Sponsor Ralf Hämmerling (links) und Daniel Didier (1. HTC-Vorsitzender) stehen für Spitzentennis auf der HTC-Anlage. © HTC

Die Monate Juli und August eines jeden Jahres sind in Deutschland terminlich der Tennis-Bundesliga Herren zugeordnet. Und dies bereits seit Jahrzehnten. So absolvierte die seit 1972 bestehende 1. Liga am vergangenen Sontag den ersten Spieltag ihrer 50. Jubiläums-Saison und die zweiten Ligen (Gruppe Nord und Gruppe Süd) bestreiten am kommenden Sonntag (10. Juli) ihr sportliches Saisondebüt. Dieser zweigeteilte nationale Unterbau besteht seit 2001, wobei in den Jahren 2010 bis 2013 auch die 2. Bundesliga eingleisig ausgetragen wurde. Die drei Tennis-Ligen können zweifelsohne dem Profisport zugeordnet werden und sie sind in ihrer Organisationsstruktur einmalig. In zahlreichen europäischen Ländern finden vielfach die nationalen Mannschaftsmeisterschaft an einem Wochenende statt und nicht wie hierzulande über bis zu acht Wochen Spielbetrieb. Dies macht allerdings für die Teammanager die personellen Herausforderungen problematischer, denn das eigentliche Profigeschehen sind die wöchentlichen Turniere.

Gleichwohl ist es vor allem der 1. Bundesliga gelungen, sie zum weltbesten Spielbetrieb zu entwickeln, obwohl keine Weltranglistenpunkte zu erspielen sind. Dazu beigetragen haben nationale und internationale Tennisstars wie Boris Becker, Michael Stich, Tommy Haas, Novak Djokovic sowie Rafael Nadal. In den 50 Jahren hat die Liga viel erlebt: 55 Teams, 12 deutsche Meister, Weltklasse-Spieler, mehrere Reformen und eine Corona bedingte Saisonabsage im Jahr 2020. Letztlich hat sich die Tennis-Bundesliga aber über die Jahrzehnte hinweg zu einem besonderen Wettbewerb mit einer einzigartigen Publikumsstimmung entwickelt.

Bei all den historischen Rückblicken auf die großen Namen und auf die traditionsreichen Clubs, ist das Team Hämmerling TuS Sennelager geradezu als Nobody im Ligabestrieb zu bezeichnen. Allerdings haben sich die Ostwestfalen innerhalb ihrer vierjährigen Zugehörigkeit bereits einen Namen gemacht. Erstmalig nahm das Team in der Saison 2018 am Spielbetrieb der 2. Liga teil, stiegen als Erstplatzierte in das Oberhaus auf, und landeten am Saisonende 2019 auf einen überragenden siebten Tabellenplatz. Die folgenden zwei Jahre beeinträchtigten aufgrund der Pandemie den Spielbetrieb. Am kommenden Sonntag (10. Juli) beginnt nun erneut auf der Anlage des Hövelhofer Tennis-Club Blau-Weiß (HTC) die sportliche Herausforderung für das Team Hämmerling TuS Sennelager in der 2. Bundesliga. Auftaktgegner ist der SCC Berlin.

„Für mich ist es sehr wichtig, was uns letztlich so erfolgreich gemacht hat, dass wir wieder zu einer mannschaftlichen Einheit werden“, so Ralf Hämmerling, „denn was uns ausgezeichnet hat war der Teamspirit und der garantiert uns Tennisfesttage in Hövelhof.“ Nicht nur das Team Hämmerling TuS Sennelager hat sich erneuert. Auch die Anlage des HTC wurde neu gestaltet. An zwei der zu bespielten Courts wurden Tribünenbereiche mit etwa 400 Sitzplätzen gebaut und der dritte Platz wird mit der mobilen Tribüne der Stadt Paderborn bestückt. Demzufolge können auf der Tennisanlage bis zu 1.000 Zuschauer bequem die Zweitliga-Partien verfolgen. „Wir werden wieder Eventniveau bieten“, sagt HTC-Vorsitzender Daniel Didier, „denn das ist im vergangenen Jahr beim Publikum bestens angekommen. Auch bei uns hat sich die Tennis-Bundesliga als ein erstklassiges und erlebnisreiches Produkt etablieren können.“