Bei bester Adresse zu Gast

Der 23-jährige Franzose Matteo Martineau war siegreich im ersten Heimspiel und soll nun auch in Bremen punkten. ©HTC (Ralf Meier)

Der zweite Spieltag am 15. Juli (Freitag/13.00 Uhr) in der 2. Tennis-Bundesliga Gruppe Nord führt das Team Hämmerling TuS Sennelager in die Hansestadt Bremen. Gastgeber ist der im Stadtteil Schwachhausen beheimatete Bremer Tennis-Club von 1912, einer der traditionsreichsten Tennisvereine der Stadt. Dieser Stadtteil ist zweifelsohne eine der besten Adressen in der norddeutschen Hansestadt, denn das Gesicht Schwachhausens ist geprägt von opulente Jugendstil-Villen und Altbremer Häusern. Er gilt als gediegene Wohngegend gutsituierte Hansestädter. Allerdings ist davon auszugehen, dass die ostwestfälischen Tennisprofis ihren Trip an die Weser nicht als Sightseeing-Tour betrachten.

Gleichwohl sollten sie schon etwas Zeit einplanen. Allerdings erst dann, wenn die Begegnung beendet ist. Der Ligaauftakt der Norddeutschen ist an diesem Wochenende in das auf der Anlage stattfindende dreitägige >Biermann-Straßenfest< eingebunden, mit allem was dazu gehört: Stände, Buden und DJ-Musik sorgen für Unterhaltung und demzufolge auch für einen entsprechend großen Publikumszuspruch. Darauf setzt der 51-jährige Teamchef Axel Finnberg, der als Profi um die 200 in der Tenniswelt platziert war. Für ihn gibt es nur ein Saisonziel: „Die Klasse halten und irgendwie in der 2. Bundesliga drin bleiben“. Dieses bescheidene Ziel ist vorrangig, denn „die schmerzhaften Abgänge auf den vorderen Positionen sind dieser Prognose geschuldet“, wie Finnberg sagt. Einer von denen hat sich im Übrigen dem Team Hämmerling TuS Sennelager angeschlossen: Der 25-jährige Italiener Raul Brancaccio, für den es ein Wiedersehn geben wird.

Beide Teams standen sich schon einmal in der Saison 2018 gegenüber und damals es gab einen 6:3-Sieg für die Ostwestfalen. Diesen Erfolg würde das Team Hämmerling gerne wiederholen, doch derzeit telefoniert sich der niederländische Teamchef Ewald Spaaij auf der Suche nach einer schlagfertigen Formation die Ohren heiß. Ähnlich ergeht es auch Axel Finnberg, für den nach der unglücklichen 4:5-Niederlage beim Oldenburger TeV nun ein Heimerfolg Pflicht ist.

Chefcoach Ewald Spaaij will mit einer spielstarken Formation auf der Bremer-Anlage an der Biermannstraße antreten. Da einige Spieler noch in Turnieren verweilen, wird der Kader wie folgt beschrieben: Raul Brancaccio (Italien/ATP 304), Yshai Oliel (Israel/ATP 344), Matteo Martineau (Frankreich/ATP 383), Julien Cagnina (Belgien/ATP 1092), Antonine Cornut-Chauvinc (Frankreich/ATP 804), Alfredo Perez (USA/ATP 610), Lucas Bouquet (Frankreich/ATP 971) und Benedikt Hennig (ATP 1839).