Arthur Rinderknech setzt seinen sportlichen Aufwärtstrend mit einem Doppeltriumph beim Prager ATP-Challenger fort. © Agentur Klick

Vor Ausbruch der weltweiten Corona-Epidemie hatte der Franzose Arthur Rinderknech geradezu einen sportlich bemerkenswerten Aufschwung und er konnte mit dem ATP Ranking 161 seine beste Platzierung aufweisen. Aktuell scheint der 25-Jährige an diese Erfolgsspur wieder anknüpfen zu können. So zumindest seine aktuelle Bilanz. In der tschechischen Metropole Prag fanden nacheinander zwei mit jeweils 137.560 Euro Preisgeld dotierte ATP Challenger statt. Arthur Rinderknech konnte bei den bestens besetzten Turnieren – der schweizerische US Open-Sieger von 2016, die ehemalige Nummer drei der Welt Stan Wawrinka (ATP 15), war jeweils topgesetzt – überzeugen. Auch wenn der Franzose beim ersten Turnier im Einzel im Achtelfinale dem Kölner Oscar Otte (ATP 215) mit 2:6, 3:6 unterlegen war, gab es ein zufriedenstellendes Happy End. Mit dem 29-jährigen Landsmann Pierre-Hugues Herbert (ATP 68) bildeten sie ein spielstarkes Duo, welches sich mit dem Titelgewinn belohnen konnte. Im Finale gab es einen ungefährdeten 6:3, 6:4-Sieg gegen die mit einer Wild Card ins Turnier geholten Tschechen Zdenek Kolar (Team Hämmerling TuS Sennelager) und Lukas Rosol vom Rochusclub Düsseldorf.

Beim in dieser Woche (22. bis 30. August) laufenden Challenger-Turnier waren neben Arthur Rinderknech noch die Sennelager Bundesliga-Profis Jonas Forejtek (ATP 418/Tschechien), Frederico Ferreira (ATP 195/Portugal) und Zdenek Kolar (ATP 224/Slowakei) im 64er Hauptfeld vertreten. Am besten schnitt abermals Rinderknech ab, der unter anderem im Achtelfinale den deutschen Davis Cup-Spieler Daniel Masur (ATP 250/Tennispark Versmold) mit 6:3, 6:3 besiegen konnte. Allerdings musste er danach überraschenderweise im Viertelfinale eine nicht einkalkulierte Niederlage mit 6:0, 6:7(1), 3:6 gegen den Kasachen Dmitry Popko (ATP 176) vom Zweitligisten BASF TC Ludwigshafen hinnehmen. Nach glänzendem Start in die Partie mit einem 6:0-Satzgewinn lief es auch im zweiten Satz recht ordentlich. Als der Franzose jedoch vier Breakbälle zum möglicherweise entscheidenen Satzgewinn nicht nutzen konnte, war zugleich der spielerische Faden verloren gegangen. „Diese Niederlage kann ich mir selber nicht erklären“, so Rinderknech.

Manuel Guinard gewinnt ITF Future in Vogau

Im Achtelfinale unterlag Zdenek Kolar mit 3:6, 2:6 dem Niederländer Robin Haase (ATP 170). Dank einer Wild Card war der 19-jährige Tscheche Jonas Forejtek im Hauptfeld spielberechtigt, unterlag aber in der zweiten Runde mit 6:1, 6:7(7), 2:6 dem an Nummer neun gesetzten Österreicher Sebastian Ofner (ATP 163). Aus auch in dieser Runde für den Portgiesen Frederico Ferreira, der dem Ukrainer Sergiy Stakhovsky (ATP 169) vom Bundesligisten TC Badwerk Gladbacher HTC denkbar knapp mit 6:2, 6:7(4), 6:7(5) unterlegen war. In der in der Steiermark gelegenen 1.200 Einwohner zählenden Gemeinde Vogau fand in der vorherigen Woche ein ITF Future-Turnier der Doppelkonkurrenz statt. Sennelagers Franzose Manuel Guinard (ATP 301) trat mit dem Deutschen Johannes Härteis (ATP 341/BASF TC Lugwigshafen) an und mit einem finalen 6:4, 6:4-Sieg gegen das französische Duo Sadio Doumbia/Matteo Martineau kamen sie beim mit 25.000 Euro dotieren Preisgeldturnier zum Titelgewinn.