In beiden Ligaeinsätzen für das Team Hämmerling TuS Sennelager bot Daniel Cukierman eine sehr gute sportliche Performance. © Ralf Meier

Paderborn. Eins hat der nächste Kontrahent in der 1. Tennis-Point Bundesliga dem Team Hämmerling TuS Sennelager voraus: Der Kölner THC Stadion Rot-Weiss hat nach zwei Spieltagen bereits einen Sieg verbuchen können. Überraschenderweise konnten im rheinischen Duell die Domstädter auf eigener Platzanlage den Rochusclub Düsseldorf deutlich mit einem 5:1 Schlussresultat besiegen. Dies ist insofern von Bedeutung, denn die Kölner haben auch kein anderes Ziel als die Ostwestfalen: Klassenerhalt. Während also die für Freitag auf der Anlage des Hövelhofer Tennis Club Blau-Weiss zu erwartenden Kölner bereits schon zählbares heraussprang, gab es für die Hämmerling-Formation zwei Niederlagen. Das einzige was das Selbstvertrauen für die nächsten Herausforderungen möglicherweise stärken könnte, war die Tatsache, dass sowohl Badwerk Gladbacher HTC als auch Grün-Weiss Mannheim der Mannschaft um Marc Renner für ihr engagiertes Auftreten viel Lob aussprachen. „Das haben wir gerne gehört“, so der Teamchef, „doch mir wäre ein Punkt wichtiger gewesen. Aber was nicht ist, kann möglicherweise am Wochenende passieren.“

Hoffnungen ruhen auf Kovalik
Damit dies auf der roten Asche auch realisiert werden kann, hofft man in der Teamführung bei Westfalens einzigem Tennis-Bundesligisten auf einen guten Gesundungsprozess bei Jozef Kovalik (ATP 129). Er würde als Nummer eins aufschlagen, wenn dies seine Knöchelverletzung zulassen würde. Die zwang den Slowaken zu einer Turnierpause und erst wenn die endgültig auskuriert ist, wird er wieder spielen wollen. „Dafür haben wir Verständnis“, sagt Marc Renner, „gleichwohl hoffe ich, dass er mich heute noch anruft und sein gesundheitliches ok gibt.“ Sein spielerisches Potential, Kovalik wurde bereits als Nummer 80 im ATP-Ranking notiert, würde die Aussichten auf einen erfolgreichen dritten Spieltag am Freitag (13.00 Uhr) erheblich verbessern. Eventuell könnte auch sein Landsmann Alex Molcan (ATP 160) als Nummer zwei im Team Hämmerling debütieren, so dass diese Einsätze durchaus reelle Siegchancen ergeben würden. Keine Fragezeichen steht hinter dem Dabeisein des 20-jährigen Jonas Forejtek (ATP 317), dem ein Jahr älteren Antoine Cornut-Chauvinc (ATP 498) und dem mit einem französischen Pass ausgestatteten Israeli Daniel Culkierman (ATP 693).

Tsitsipas spielt in Hövelhof
Die Entfernung zwischen der rheinischen Domstadt und der westfälischen Domstadt Paderborn beträgt rund 190 Kilometer, die die Rot-Weissen bereits am heutigen Donnerstag absolvieren. Allerdings ist Teamchef Ralph Grambow derzeit noch auf der Suche nach einer spielstarken Formation. Die gegen Düsseldorf siegreichen Profis Benoit Paire (ATP 51), Kimmer Coppejans (ATP 191) und der beliebte deutsche Tennisprofi Dustin Brown (ATP 336) sind allesamt noch im Turniergeschehen. Fest eingeplant sind bis dato lediglich der 26-jährige Tscheche Adam Pavlasek (ATP 551), der frühere deutsche Davis Cup-Spieler Daniel Brands (ATP 949) und der griechische Jungprofi Tsitsipas. Allerdings ist das nicht der 22-jährige Weltranglisten-Vierte Stefanos, sondern dessen zwei Jahre jüngere Bruder Petros!

3. Spieltag • Freitag • 16. Juli 2021 • 13.00 Uhr
Team Hämmerling TuS Sennelager – Kölner THC Stadion Rot-Weiss
Rochusclub Düsseldorf – Kurhaus Lambertz Aachen
Tennis Ewige Liebe BW Neuss – Badwerk Gladbacher HTC
TC Großhesselohe – BW Timberland Finance Krefeld
TSV 1860 Rosenheimer Unterstützungskasse – Grün-Weiss Mannheim