Die beiden Niederländer Sander Arends (am Netz) und der für den ostwestfälischen Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager spielende David Pel standen im Marseille im Finale. (© ATP-Turnier Marseille)

Die beiden Niederländer Sander Arends (am Netz) und der für den ostwestfälischen Bundesligisten Team Hämmerling TuS Sennelager spielende David Pel standen im Marseille im Finale. (© ATP-Turnier Marseille)

Paderborn. In der französischen Hafenmetropole Marseille wurde in der vergangenen Woche das mit 409.765 Euro Preisgeld dotierte ATP 250-Turnier >Open 13 Provence< ausgetragen. Den Sieg trug der seit Monaten international erfolgreiche Tennisprofi Danill Medvedev davon, der mit seinem 10. Titelgewinn hinter Novak Djokovic erstmals die Nummer zwei der Tenniswelt ist. Der 25-jährige aktuelle Tennis-Weltmeister ist im Übrigen der erste Profi, seit dem Jahr 2005, der sich in die Weltranglisten-Phalanx des Quartetts um Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Andy Murray einreihen konnte.

Recht ordentlich behaupteten sich in der zweitgrößten Stadt Frankreichs zwei Bundesligaprofis vom Team Hämmerling TuS Sennelager. Erstmals in seiner Karriere konnte Arthur Rinderknech (ATP 127), der sich aus der Qualifikation ins 32er Hauptfeld hat spielen können, zwei Runden auf der ATP World Tour gewinnen. Dabei stellte der 25-jährige Franzose einmal mehr sein spielerisches Potential unter Beweis. In seinem Erstrundenmatch kam Rinderknech zu einem Dreisatzsieg (1:6, 6:3, 6:2) gegen den Kasachen Mikhail Kukushkin (ATP 104), der bereits als Nummer 39 des ATP Rankings notiert wurde. Im Achtelfinale erfolgte ein weitere Dreisatzerfolg (3:6, 6:1, 6:2) gegen den 27-jährigen Spanier Alejandro Davidovich Fokina, der an Nummer sieben der Turnier-Setzliste platziert war und aktuell die Nummer 52 der Welt ist. Das Aus für den Hämmerling-Profi erfolgte im anschließenden Viertelfinale gegen seinen Landsmann Ugo Humbert. Der in Luxemburg beheimatete vier Jahre ältere Franzose ist derzeit die Nummer 29 der Welt und mit einer respektablen Niederlage von 6:4, 5:7, 6:7(4) zog sich Rinderknech aus der Affäre. Sein Lohn sind 45 ATP-Weltranglistenpunkte und 10.450 Euro Preisgeld.

Bis ins Doppelfinale von Marseille hat sich Sennelagers zweiter teilnehmender Tennisprofi David Pel (ATP-Doppel 82) gespielt. Er bestritt das Turnier mit seinem niederländischen Landsmann Sander Arends (ATP-Doppel 79), mit dem er im vergangenen Jahr die ATP-Challenger-Turniere in Koblenz und Prag gewonnen hat. Ein weiterer Erfolg blieb dem Duo allerdings versagt. Sie mussten sich im Finale dem britisch-finnischen Gespann Lloyd Glasspool/Harri Heliovaara (ATP-Doppel 104 bzw. 84) knapp mit 5:7, 6:7(4) geschlagen geben.

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Ein mit 44.820 Euro Preisgeld ausgestattetes ATP-Challenger-Turnier fand in der in der italienischen Region Piemont liegenden Stadt Biella statt. Der 20-Jährige Jonas Forejtek (ATP 334) vom ostwestfälischen Tennis-Bundesligisten Team Hämmerling unterlag im Hauptfeld im Achtelfinale dem 13 Jahre älteren ukrainischen Routinier Illya Marchenko, der bereits als Nummer 49 der Tenniswelt notiert wurde, mit 6:7 (6), 3:6. Der aus der Qualifikation gekommene Tscheche gewann sein Erstrundenmatch gegen den für Grün-Weiss Mannheim spielenden Tobias Kamke mit 6:2, 6:3.

Ein Neuzugang für die Bundesliga-Saison 2021 beim Team Hämmerling TuS Sennelager ist Kacper Zuk (ATP 216). Der 22-jährige Pole spielte sich beim ATP-Challenger (52.080 US-Dollar Preisgeld) im russischen St. Petersburg bis ins Finale. Auf seinem finalen Weg besiegte er im Viertelfinale den ehemaligen Weltranglisten-Achten und US-amerikaner Jack Sock mit 6:3, 6:2. Nach seinem Zweisatzsieg (7:6, 6:3) in der Vorschlussrunde gegen den jungen Tschechen Jiri Lehecka (ATP 306) folgte eine 4:6, 2:6-Niederlage gegen den ein Jahr älteren Evgenii Tiurnev (Russland/ATP 93).