1. Tennis-Point Bundesliga Herren
Team Hämmerling TuS Sennelager • Saison 2019 • Bis dato gute Resultate
Nun spielen drei Bundesliga-Profis des TuS beim Grand Slam French Open in Paris an Jozef Kovalik & Antonie Hoang im Hauptfeld • Manuel Guinard bestreitet Qualifikation

Paderborn. In etwas mehr als zwei Monaten beginnt für das Hämmerling Team TuS Sennelager erstmals der Spielbetrieb in der 1. Tennis-Point Bundesliga. Mit dem Heimspiel am 07. Juli (Sonntag 2019) – auf der Anlage bei Blau-Rot Paderborn – gegen den aktuellen Deutschen Meister Grün-Weiss Mannheim startet der Aufsteiger aus Ostwestfalen diese neue Herausforderung. Auf einige der badischen Meisterspieler könnten die beiden Spitzenspieler Jozef Kovalik (ATP 134) und Antoine Hoang (ATP 142) bereits bei den am 27. Mai 2019 mit 42,66 Millionen Euro dotierten French Open in Paris treffen. Wer im Übrigen in der ersten Rundes des Hauptfeldes in Paris ausscheidet, kassiert immerhin noch 46.000 Euro Preisgeld! Der 26-jährige Slowake schlägt seit vier Jahren regelmäßig bei den vier Grand Slam-Turniere auf. Während sich der in Bratislava wohnende Jozef Kovalik, den seine Freunde >JoJo< rufen, in der Vergangenheit stets durch die Qualifikation für die 128er Hauptfelder der Grand Slams spielen musste, bleibt ihm für das nun anstehenden Turnier in Roland Garros diese Mühen erspart. Er ist mittels Protecting Ranking dabei. Das heißt: Am 22. Oktober 2018 wurde er auf der Weltranglistenposition 80 notiert und dieses ATP-Ranking ist ihm sozusagen als >Protecting Ranking< zugestanden worden und bedeutet demzufolge einen Platz im Hauptfeld.

Bereits zweimal konnte sich der Slowake in den Jahren 2017 und 2018 durch die strapaziösen Quali-Runden spielen, hatte dann jedoch großes Auslosungspech im Hauptfeld. Vor zwei Jahren traf er in der ersten Runde auf den damaligen Weltranglisten-Dritten Stan Wawrinka und unterlag dem Schweizer mit 2:6, 7:6(6), 3:6, der sich anschließend bis ins Finale (Niederlage gegen Rafael Nadal) durchspielen konnte. Nicht viel besser erging es ihm vor zwölf Monaten, denn auch diesmal hatte er als Qualifikationssieger kein Glück. In seinem Erstrundenspiel traf er auf den heute 27-jährigen Spanier Pablo Carreno Busta, damals die Nummer 11 der ATP-Weltrangliste, und er verlor nach Satzgewinn knapp mit 6:4, 1:6, 5:7, 6:7(5). Inzwischen geht die spielerische Form bei der Nummer eins des TuS-Bundesliga- Teams nach oben, wie die letzten vierzehn Tage gezeigt haben. Sowohl in Rom als auch in dieser Woche beim mit 92.000 Euro Preisgeld dotieren ATP-Challenger in Heilbronn erreichte Kovalik jeweils das Viertelfinale. Beim Neckarcup gab es vor zwei Tagen eine unglückliche 6:1, 3:6, 6:7(1) Niederlage gegen den für den Ligakonkurrenten HTC Blau-Weiß Krefeld spielenden Italiener Stefano Travaglia (ATP 124).

Bildzeile: Mit guten Resultaten aus jüngster Zeit geht Sennelagers Bundesliga-Profi Antonie Hoang sein zweites Grand-Slam-Abenteuer bei den French Open in Paris an. © Christopher Volkmer (WTV)

Während Jozef Kovalik bereits auf eine vierjährige Teilnahme bei Grand Slam-Turnieren zurückblicken kann, ist es für die Nummer zwei des Hämmerling-Teams, Antoine Hoang, erst das zwei Dabeisein. Die französischen Grand-Slam-Veranstalter gaben ihrem Landsmann eine Wild Card für das Hauptfeld und honorierten sozusagen seine jüngst erspielten sportlichen Leistungen. Der sympathische und bescheidene Antonie Hoang debütierte zu Beginn des Jahres 2019 bei den Australien Open in Melbourne und unterlag in der ersten Runde der Qualifikation dem El Salvadorianer Marcelo Arevalo in zwei Sätzen. Doch insgesamt gesehen hat sich der 23-jährige Franzose, zu Hause in Toulon, in etwas mehr als einem Jahr von der Weltranglistenposition 315 auf Position 142 stark verbessert. Es ist davon auszugehen, dass er damit noch längst nicht seine beste ATP-Notierung erreicht hat. Eine Platzierung unter den besten 100 der Welt ist zweifelsohne in diesem Jahr noch möglich.

So erreichte Hoang gleich zu Beginn des Jahres das Finale des ATP-Challengers in Rennes – Zweisatzniederlage gegen Ricardas Beranski (ATP 110) – und auf dem Weg dahin triumphierte er im Viertelfinale mit 2:6, 7:6(5), 6:4 über Marcos Baghdatis.

Der Zyprer stand 2006 immerhin im Finale der Australian Open in Melbourne. Positives hat der smarte Franzose auch von der ATP World Tour zu vermelden. Beim 250er Tour-Event im Februar in Montpellier besiegte er in der ersten Runde den belgischen Davis Cup-Spieler Steve Darcis (Kurhaus Lambertz Aachen) mit 6:1, 6:2 und musste sich im Achtelfinale dem Franzosen Jeremy Chardy (ATP 35) mit 3:6, 5:7 geschlagen. Diese Resultate zeigen auf, dass die Top 100 für Antoine Hoang durchaus ein realistisches Ziel sind.

Der dritte Sennelager-Tennisprofi, der auf dem roten Sand von Paris sein Glück versuchen wird, ist Manuel Guinard (ATP 391). Auch er wurde mit einer Wild Card ausgestattet. Sein aktuelles ATP-Ranking hätte noch nicht einmal einen Antritt in der Qualifikation ermöglicht, so dass er nun mittels Wild Card dabei sein kann. Und es ist sein erster Auftritt bei einem Grand-Slam-Turnier. Respektabel waren zuletzt die Resultate des 23-jährigen Franzosen. Anfang Mai stand er im Doppel mit seinem Teamkollegen Artur Rinderknech im ATP- Challenger im US-amerikanischen Savannah und zuvor waren Doppel-Halbfinals bei ITF- Turnieren in britischen Bolton (mit Antonie Escoffier vom Zweit-Bundesligisten Bielefelder TTC) und im tunesischen Monastir (mit dem für Schwarz-Weiß Landau spielenden Franzosen Gabriel Petit) seine erfreuliche Ergebnisse. Hinzu kommt ein ITF-Doppelsieg mit dem Tunesier Azis Dougaz zu Beginn des Jahres im US-amerikanischen Tucson gegen das britische Duo Lloyd Glasspool/Evan Hoyt mit 6:4, 5:7, 10:3. Gegen diesen 24-jährigen Engländer Evan Hoyt (1. TC Rot-Weiss Wiesloch) unterlag Manuel Guinard im März im Einzelfinale des ITF-Turniers im portugiesischen Quinta Do Lago mit 4:6, 3:6.

Team Hämmerling TuS Sennelager Frank Hofen (Bundesliga-Pressestelle) 33790 HalleWestfalen, 19. Mai 2019